Fette Krisen-Profite
US-Finanzkonzerne zahlen heuer Rekordgehälter
Nach einer Erhebung der Börsenzeitung "The Wall Street Journal" werden die Gesamtbezüge der Spitzenmitarbeiter in 2009 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigen. Voriges Jahr lag der Betrag bei 117 Milliarden Dollar und im als "Rekordjahr" bezeichneten Jahr 2007 kassierten die Mitarbeiter 130 Milliarden Dollar.
Das Blatt schätzt das Durchschnittseinkommen der Mitarbeiter bei den 28 börsennotierten Firmen auf 143.400 Dollar, ein Zuwachs von fast 2.000 Dollar. Experten erklären die steigenden Bezüge damit, dass die Umsätze den Stand von vor Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2008 erreicht hätten.
Finanzkonzernen geht es wegen Krise wieder gut
Obwohl die Wirtschaft stagniere und die Arbeitslosenquote 10 Prozent anpeile, profitierten die Finanzkonzerne von der robusten Börse, dem Auftauen an den Kreditmärkten und der Wiederbelebung von Zusammenschlüssen und Akquisitionen.
Auch die weiterlaufenden staatlichen Hilfsprogramme würden positiv zu Buche schlagen, heißt es in der Erhebung weiter. Etliche Banken scheinen auch insofern auf sicherem Boden zu stehen, als sie ihre beim Staat aufgenommenen Kredite vorzeitig zurückgezahlt hätten, um sich aus dem Griff von Regierung und Kongress zu befreien. Nicht zuletzt geht es den staatlichen Bankaufsehern in erster Line darum, die Geldhäuser daran zu hindern, riskante Geschäfte zu betreiben, um nicht erneut in die Krise zu stürzen.











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