"Wir alle ringen darum, die Situation der Milchbauern zu erleichtern", betonte der österreichische Minister, auf dessen Einladung 12 der 20 Landwirtschaftsminister, die der EU-Kommission das Forderungspapier überreicht haben, nach Wien gekommen sind. Berlakovich hofft, mit dem Treffen in Wien auch ein "Signal" für Brüssel zu setzen. Durch die Bündelung der Kräfte soll es gelingen, die EU-Kommission zum Handeln zu bewegen und weitere kurzfristige Maßnahmen für die Milchbauern zu setzen. Die derzeit eingesetzten Instrumente (Exporterstattung, Intervention) reichten nicht aus.
Protestaktion der Bauern vor Palais Daun Kinsky
Die Ergebnisse des Wiener Arbeitstreffens sollen am 19. und 20. Oktober beim nächsten EU-Agrarministerrat präsentiert werden. Vor dem Tagungsort in der Wiener Innenstadt haben zahlreiche Milchbauern der IG Milch demonstriert und ihren Unmut über den zu niedrigen Erzeugermilchpreis kundgetan. Auf Transparenten war etwa zu lesen: "Geiz zerstört tausende Höfe", "365 Tage Arbeit zu welchem Lohn?" oder "Ohne faire Preise keine Zukunft".
Unterstützt wurden die Proteste der IG Milch von den Grünen, die von der Agrarpolitik ebenfalls "endlich essenzielle Maßnahmen" einforderten, "um kostendeckende Milcherzeugerpreise zu erreichen". Wie die Vertreter der IG Milch sprachen sich auch die Grünen für eine flexible Mengensteuerung aus.










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