Fr, 19. Oktober 2018

Milan heuer unbesiegt

01.03.2018 18:12

Der „Gattuso-Effekt“: Die Wiedergeburt der Legende

Einst waren sie die beste Mannschaft Europas, dann aber kam der Einbruch. Jetzt funkelt wieder die Hoffnung in Mailand, dass er sie zur alten Größe zurückführt: Gennaro Gattuso. Der AC Milan ist unter ihm wie neugeboren. Der Weltmeister trat vor zwei Monaten die Nachfolge von Vincenzo Montella an und startete mit nur zwei Erfolgen aus den ersten sechs Partien. Nach einer gewissen Anlaufzeit schaffte es der impulsive Gattuso aber dann doch, seine Begeisterungsfähigkeit auf die Kicker zu übertragen. Die italienischen Zeitungen schreiben vom „Gattuso-Effekt“.

„Vielleicht bin ich der schlechteste Trainer der Serie A, aber ich will immer gewinnen, sogar wenn ich mit meinem Sohn im Garten spiele“, sagte einst Gattuso und sein Siegeswille spiegelt sich mittlerweile auch in den Resultaten wider. Mit Gattuso kann Milan weiterträumen. Die „Rossoneri“ stehen im Cupfinale und auch in der Meisterschaft nimmt man Kurs auf die Champions-League-Plätze. Es sind noch sieben Punkte auf die Stadtrivalen von Inter, am Wochenende steigt aber das Derby.

Im neuen Jahr ist  Milan nicht wiederzuerkennen. Sie sind seit 12 Spielen ungeschlagen und haben in den letzten fünf Spielen kein einziges Tor mehr kassiert. Das ist das Markenzeichen Gattusos, der „eiserne Vorhang“, den Milan vor seinem Sechszehner aufspannt. In der Rückrunde holte man von den möglichen 21 Punkten sage und schreibe 19.

Mentalität im Klub verändert
Es wird Rino Gattuso zugeschrieben, dass die „jungen Wilden“, wie Patrick Cutrone (oben) und Davide Calabria (unten im Bild) als neue Juwelen einer möglicherweise gloriösen Zukunft glänzen. Dass altehrwürdige Spieler, wie Giacomo Buonaventura und Suso wieder treffen. Und das Wiederaufblühen von Ex-Leverkusen-Kicker Hakan Calhanoglu ist sogar laut dem Spieler selbst Rino Gattuso zu verdanken: „Gattuso hat mich verändert. Er redet mit mir und nimmt mir den Druck ab. Er ist ein großer Trainer und hat die ganze Mentalität im Klub verändert.“

Auch die kuriosen Coaching-Methoden machen Gattuso im Auge der Fans und Spieler besonders: Vor zwei Wochen nach dem 2:1 über Lazio Rom in der Meisterschaft ließ sich der 40-Jährige von seinen Kickern nach dem Schlusspfiff auf den Kopf schlagen. "Ich will meine Mannschaft glücklich machen, vor allem diejenigen, die wütend auf mich sind, weil sie auf der Bank sitzen". Bis jetzt scheint seine Rechnung aufzugehen,

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