27.02.2018 18:13 |

Tierfreundliche Bahn

Wirbel um „ÖBB-Katze“ in den sozialen Netzwerken

Ein Facebook-Eintrag der ÖBB, der eine zugreisende Katze außerhalb der vorgesehenen Box zeigt, erhitzt die Gemüter. Die einen finden die Bahn nach dem Posting noch sympathischer, die anderen ärgern sich wegen Allergien und Transportbestimmungen über die lasche Vorgehensweise des Konzerns.

"Mehrheitlich hat unser Posting, das mit einem Augenzwinkern gemeint war, sehr positive Reaktionen hervorgerufen", bestätigt Pressesprecher Roman Hahslinger der "Krone" im Gespräch. Zwar gibt es natürlich Transportbestimmungen, laut denen die rote Katze in einer Box hätte reisen müssen. Dies werde jedoch immer vom Bordpersonal im konkreten Anlassfall entschieden.

Beschwert sich beispielsweise ein Tierhaarallergiker beim Zugbegleiter über einen Vierbeiner, kann der Halter dazu aufgefordert werden, das Haustier in die dafür vorgesehene Transportbox zu geben. Doch bisher sei es häufiger dazu gekommen, dass sowohl Zugpersonal als auch Passagiere die reisenden Katzen und Hunde streicheln und auf den Arm nehmen wollten. "In solchen Fällen drücken wir natürlich meistens ein Auge zu, da es bisher kaum zu Beschwerden seitens unserer Fahrgäste gekommen ist", so Hahslinger.

Bereits 5000 Reaktionen auf Facebook
Einen guten Werbeeffekt hat das Bild, das durch die sozialen Medien geistert, in jedem Fall. Bis Dienstagmittag erhielten die Bundesbahnen allein auf Facebook rund 5000 Reaktionen auf den frechen Stubentiger, nur vereinzelte Internetnutzer äußerten sich negativ über die sehr tierfreundlich gestalteten Transportbedingungen der ÖBB. Die Katzenhalterin selbst meldete sich via Twitter zu Wort: Ihr Liebling sei angeleint und "eh nicht sehr angriffslustig" gewesen.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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