Zeuge war gekauft
Amerikaner nach 15 Jahren in Todeszelle wieder frei
Ein Bundesrichter hatte die Verurteilung der beiden vor drei Jahren für unrechtmäßig erklärt, weil ein Schlüsselzeuge in dem Verfahren eine geheime Absprache mit der Staatsanwaltschaft getroffen hatte. Der Zeuge wurde deshalb als unglaubwürdig eingestuft.
"Bitterer Nachgeschmack"
Der Anwalt des freigelassenen 36-jährigen Powell erklärte nach der Freilassung, sein Mandant habe von Anfang an seine Unschuld beteuert. Die Freilassung habe einen bitteren Nachgeschmack, denn "das hätte eigentlich schon vor langer Zeit passieren müssen", sagte der Anwalt.
Der Zeuge war in der Mordnacht mit dem Opfer spazieren gegangen. Da er damals ein Gangmitglied war, waren die tödlichen Schüsse, die seine erst 14-jährige Begleiterin trafen, wohl für ihn bestimmt. Nach seiner Aussage hatte er erklärt, er habe in Wirklichkeit nie gesehen, dass die beiden Männer die tödlichen Schüsse abgegeben hätten. Außerdem sei er in der Tatnacht betrunken gewesen und habe unter Drogeneinfluss gestanden. Er habe nur als Zeuge ausgesagt, weil man ihn andernfalls mit Haft gedroht habe.
Erst im August wurde ein Texaner nach dem Beweis seiner Unschuld nach 23 Jahren im Gefängnis aus der Haft entlassen.












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