19.02.2018 19:39 |

Schlusspunkt gesetzt

Martin Schmidt nicht mehr Wolfsburg-Trainer!

Martin Schmidt ist nicht mehr Trainer des deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg! Der 50-jährige Schweizer und die Niedersachsen gehen nach nur fünf Monaten wieder getrennte Wege – auf Initiative von Schmidt hin. Dieser war erst seit vergangenem September Trainer in Wolfsburg gewesen. Noch am Samstag hatte Wolfsburg den FC Bayern an den Rand einer Niederlage gebracht und erst durch einen Last-Minute-Elfmeter von Robert Lewandowski verloren. Es war nicht die schlechteste Leistung der Mannschaft unter dem Walliser, doch Erfolgserlebnisse hatten die Wolfsburger zuletzt eben keine.

Er hatte das Team als Nachfolger des Niederländers Andries Jonker nicht ins gesicherte Tabellenmittelfeld führen können. Unter Schmidt gewann Wolfsburg nur drei von 19 Partien. Derzeit liegt der VfL auf Platz 14. Als Begründung für seinen Abtritt gab Schmidt an, dass er es dem Klub durch seinen Schritt ermöglichen wolle, die sportliche Situation durch neue Impulse von der Trainerbank zu verbessern – und den in der Öffentlichkeit wegen seiner Person immer weiter ansteigenden Druck vom Team zu nehmen.

VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe zeigte sich von diesem Schritt des nunmehrigen Ex-Trainers enttäuscht: „[…] Schmidt will mit seinem Rücktritt den Weg freimachen, damit der VfL mit einem neuen Cheftrainer […] den Klassenerhalt sichern kann. Wir hätten dieses Ziel nur allzu gerne mit ihm selbst erreicht, aber wir konnten ihn nicht von seiner Entscheidung abbringen. Diese entschlossene Haltung gilt es jetzt zu respektieren, wenngleich ich zugeben muss, dass mich dieser Schritt enttäuscht.“

Der sportliche und wirtschaftliche Niedergang war und ist rasant. 2015 war Wolfsburg noch Zweiter und schickte sich an, mit Volkswagen-Geldern die Bayern herauszufordern. Doch die Krise im VW-Konzern führte zu einem Kollateralschaden in der Fußball-Abteilung. Statt mit teuren Transfers auf die Höhe der Bayern zu kommen, verkaufte der Klub binnen kurzer Zeit Weltmeister Andre Schürrle zu Borussia Dortmund, dann Julian Draxler zu Paris Saint-Germain und schließlich Ricardo Rodriguez zu Milan.

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