EIN EURO WENIGER?

Neuer Funkdienst soll Taxifahrten billiger machen

Wien
30.09.2009 18:28
Paukenschlag im Taxigewerbe: Die Mehrheit der Betriebe will sich aus der Umklammerung der relativ teuren und marktbeherrschenden Funkzentralen lösen und einen neuen, günstiger arbeitenden Rufdienst gründen. Der Preisvorteil soll – zumindest teilweise – an die Fahrgäste weitergeben werden. Sprich: Taxifahren wird billiger.

Derzeit diktieren zwei Funkzentralen die Preise in Wien: Wer nicht dabei ist, dem entgehen Kunden. Wer dabei ist, bezahlt etwa 500 Euro im Monat. Zudem berappt jeder Fahrgast pro Anruf 2,50 Euro.

Bei einer gut besuchten Fachgruppentagung hat sich nun eine überwältigende Mehrheit der Taxi-Unternehmer für eine neue Fahrtenvermittlung ausgesprochen und zugleich ein Gründungs-Budget von 700.000 Euro abgesegnet. Die Vorbereitungen laufen seit einem Jahr: Von Jänner bis März ist der Probebetrieb geplant.

Ab April 2010 könnte der neue Funkruf flächenmäßig in Betrieb gehen. Karl Ramharter, Obmann des Unternehmer-Verbandes, spricht von einer richtungsweisenden Entscheidung. Ziel: Rund einen Euro pro Fahrt soll sich der Fahrgast sparen.

von Alex Schönherr, Kronen Zeitung
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