Unglück in Schießpark

Ermittler sicherten Spuren nach der Explosion

Nach dem tödlichen Brand im Schießpark „Viecht“ in Desselbrunn konnten Ermittler des Landeskriminalamts am Montag erstmals den Stollen betreten, in dem es am Donnerstag zur Katastrophe gekommen war. Mitarbeiter der Tatortgruppe stellten Spuren sicher, ihre Auswertung wird erst im Laufe der Woche erwartet.

Aus Sicherheitsgründen war der Schießstollen in Desselbrunn seit dem Unglück behördlich gesperrt. Nicht einmal Feuerwehrleute hatten die Anlage betreten dürfen, den Löschschaum nur über Lüftungsschächte einbringen können. Die Gefahr, dass weitere Munition explodiert, war viel zu groß.

Verraucht
Am Montag gegen 9 Uhr wurde der Schießstollen geöffnet. Der erste Eindruck: „Die Anlage ist stark in Mitleidenschaft gezogen und völlig verraucht“, erklärte Kerstin Hinterecker von der Landespolizeidirektion. Zur technischen Ursachenermittlung war ein Experte der Brandverhütungsstelle vor Ort.

Partikel
Vorerst geht man – wie berichtet – davon aus, dass eine heiße ausgeworfene Patronenhülse Schießpulverpartikel auf einem Teppich, der in der Kleinwaffenanlage ausgebreitet worden war, in Brand gesetzt haben dürfte.
Rudi K. (50) aus Eberstalzell erlitt dabei tödliche, Franz I. (62) sehr schwere Brandverletzungen.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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