19.04.2004 13:48 |

Aminosäuren

Ganz "natürlich" und gesund dopen

Im Leistungssport, aber auch im Breitensport haben sich so hohe Leistungsmaßstäbe für Wettkampfteilnahmen und Wettkampferfolg entwickelt, dass ständig neue Maßnahmen zur Leistungssteigerung gesucht werden. Doping mit anabolen Hormonen und anderen nicht erlaubten Substanzen ist eines der größten Probleme des Leistungssports. Es geht auch anders!
Allgemein anerkannt ist, dass der Bedarf anAminosäuren bei intensiver sportlicher Tätigkeit zwei-bis dreimal höher ist als bei jenen Menschen, die keinenSport betreiben.
 
Seit einigen Jahren bereits kennt man Aminosäurenals leistungssteigernde Substanzen in der Welt des Sports. Derzeitwerden hauptsächlich aus Milcheiweiß gewonnene Proteinpräparateein gesetzt, die den Nachteil einer relativ geringen Eiweißwertigkeithaben.
 
"Freie" Aminosäuren
Im Gegensatz dazu bieten so genannte freie Aminosäurenden Vorteil, dass die Zufuhr mit hoher biologischer Wertigkeitzusammengestellt und nach Bedarf individuell auf den einzelnenSportler "zugeschnitten" werden kann.
 
Zur Energiebereitstellung gibt es für Kohlenhydratedie Glycogenspeicher ("Zuckerspeicher") in Leber und Muskeln undfür die Lipide (Fette) das Körperfett als Speicher.Die Mobilisierung von Glykogenen hängt vom Trainingszustandund der Intensität der jeweiligen sportlichen Belastung abund liefert Glukose (Blutzucker), die für die Muskelarbeiteingesetzt wird. Die Glycogenspeicher sind in relativ kurzer Zeitverbraucht, so dass auf andere Energiequellen zurückgegriffenwerden muss.
 
Der Abbau von Fett aus den Speichern erfolgt nursehr langsam und vor allem bei längerer niedrig-intensiverAusdauerleistung.
 
Keine Körperspeicher für Aminosäuren
Für Aminosäuren existieren solche Speichernicht. Es geht hier ans "Eingemachte": Der Organismus holt sichin Zeiten hoher Belastung die notwendigen Aminosäuren ausden Muskeln, Plasmaproteinen und den Immunglobulinen. Je mehrdieser körpereigenen Eiweiße abgebaut werden und natürlichdem Organismus fehlen, desto länger dauert die Wiederherstellungder Leistungsfähigkeit. Das kann man vermeiden, wenn gezieltgenügend freie Aminosäuren zur Verfügung gestelltwerden.
 
Das Steak reicht für hohen Bedarfnicht
Im Sport kommt es neben dem hohen Energieverbrauchalso zu einem höheren Abbau und Verschleiß von Eiweiß.Dadurch kann der Bedarf an Aminosäuren beim Ausdauersportlerbis zum Dreifachen ansteigen. Eine zu niedrige Aufnahme von Proteinenführt zu Müdigkeit, Leistungsabfall, erhöhter Infektanfälligkeitund langen Regenerations-Zeiten. Das Ziel muss also sein, diesengesteigerten Abbau zu verhindern bzw. sogar einen Muskelaufbauzu unterstützen.
 
Die "Chemie" in unserem Körper, die Verwertungder Nahrung, unterschiedliche Ernährung und Trainingsbelastungist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb ist auch derBedarf an freien Aminosäuren nicht gleich. An Hand von Bluttestslässt sich der Ist-Zustand feststellen und der Bedarf dahermaßgeschneidert anpassen.
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