Mi, 19. Dezember 2018

Scharfer Sparkurs

02.07.2009 16:48

AUA streicht 1.000 Stellen bis Mitte 2010

Die Austrian Airlines verschärfen nach den dramatischen Einbrüchen im Luftfahrtgeschäft den Sparkurs: Bis Mitte 2010, also innerhalb der nächsten zwölf Monate, werden rund 1.000 Stellen abgebaut. Der AUA-Vorstand rechtfertigte dies am Donnerstagabend mit der in den letzten Monaten verschärften Krise. "Alle Airlines befinden sich in einer der größten, wenn nicht der größten Krise seit Beginn der Luftfahrt", sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth in einer Telefonkonferenz. Das volle Ausmaß sei erst in den letzten Monaten deutlich geworden, zu den Umsatzeinbußen kämen jetzt auch wieder steigende Ölpreise.

Gelingen soll der Stellenabbau mit Auslagerungen wie schon beim Catering, aber auch durch die Nichtnachbesetzung von frei werdenden Posten. Erstmals bestätigt hat der Konzern am Nachmittag in einer Presseerklärung, dass es Kündigungen geben wird. Besonders betroffen vom Personalabbau sein werden "Verkauf" und "Netzwerk" (Flugplanung), wo 300 Vollzeitstellen wegfallen sollen.

Die Einschnitte sind Teil des "nachhaltigen" Sparprogramms (2010 bis 2012) über 200 Millionen Euro. Dieses Sparpaket setzt auf dem 225 Millionen Euro schweren Akut-Einsparprogramm auf, das für das laufende Jahr 2009 geschnürt worden war und laut AUA bereits erfüllt ist. Die AUA hat derzeit knapp 8.000 Mitarbeiter. Die Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik betonten in einer Aussendung, die Restrukturierung des Unternehmens sei zwingend erforderlich, "um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein".

Handlungsbedarf bei AUA-Lufthansa-Deal
EU-Wettbewerbskommissarin Kroes hat am Donnerstag die Einleitung der vertieften Prüfung für den Deal AUA-Lufthansa präzisiert: Es müsse untersucht werden, ob die Übernahme auf einigen Strecken zu höheren Preisen und einem verringerten Flugangebot führen könnte.

Kroes ortet hier bei der Lufthansa noch Handlungsbedarf. Wirtschaftskammerpräsident Leitl befürchtet nun, dass der Deal an zu harten Auflagen der EU-Wettbewerbshüter scheitern könnte. Brüssel dürfe die Übernahme nicht zunichte machen, so Leitl, der eine rasche Entscheidung forderte.

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