So, 22. Juli 2018

Ex-Rotlicht-Boss frei

21.05.2009 14:19

Hugo L. nach 17 Jahren Haft wieder frei

Der Ex-Rotlichtboss Hugo L., der 1993 nach seiner Flucht aus der U-Haft in Deutschland in Kärnten geschnappt werden konnte, ist nach 17 Jahren Haft wieder frei. Gendarmen konnten den wegen Mordverdachts Gesuchten nach seiner Flucht durch Deutschland und Österreich damals bei einer Verkehrskontrolle in Wernberg verhaften.

Dem einstigen Unterweltkönig aus Saarbrücken war vorgeworfen worden, 1984 den Besitzer eines Eros-Centers ermordet zu haben. Dessen Leiche wurde aber nie gefunden. Dem Deutschen gelang es, aus der U-Haft zu flüchten und unterzutauchen. Er wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Im November 1993 geriet er bei Wernberg in ein Planquadrat der Gendarmerie und wurde verhaftet. Im April 1994 musste sich der Deutsche sogar vor dem Klagenfurter Gericht verantworten: Er hätte, so die Anklage, 1985 einen Sex-Club in Oberkärnten angezündet.

Auftraggeber, so sagte er, sei der Kärntner "Bordellkönig" Helmut Süßenbacher gewesen. Der Deutsche und Süßenbacher wurden freigesprochen, er fasste aber zehn Monate aus, weil er ja seinen Kärntner "Kollegen" verleumdet hatte. Er wurde nach Deutschland ausgeliefert und dort 1997 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun kam der heute 65-Jährige vorzeitig frei. Sein Anwalt: "Er strebt eine Wiederaufnahme des Verfahrens an."

von Martin Radinger ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.