Geldnot als Motiv

Eiskalte Posträuberin aus Niederösterreich in Haft

Österreich
01.03.2009 14:40
Jene mutmaßliche Posträuberin, die einer Angestellten in Kierling (Bezirk Wien-Umgebung) ein Messer in die Lunge gerammt hatte, ist nun ausgeforscht und verhaftet worden. Die 33-Jährige zeigt sich geständig und wurde ins Gefangenenhaus beim Landesgericht Korneuburg eingeliefert.

Als Motiv nannte die Verdächtige, die ebenfalls aus der Umgebung stammen soll, Geldnot. Der Autokauf für ihren Lebensgefährten und der beabsichtigte Erwerb eines Hauses hätten zu finanziellen Schwierigkeiten geführt. Noch nicht ganz geklärt ist, warum die Frau nach Erhalt der Beute noch auf ihr Opfer einstach, es wird aber spekuliert, dass das Opfer die Verdächtige erkannt hatte.

"Nicht schreien, sonst bring' ich dich um"
Die mutmaßliche Posträuberin hatte am Donnerstagnachmittag die Filiale betreten. Mit einem Messer bewaffnet drohte sie der Angestellten: "Nicht schreien, sonst bring' ich dich um." Danach übergab sie dem Opfer einen Zettel mit der Aufschrift "Überfall, Geld von Tresor, bin bewaffnet" und drängte es zum Tresor.

Nach Erhalt eines Geldbetrags in Höhe von rund 30.000 Euro stach die Maskierte auf die Beamtin ein und flüchtete. Die schwerverletzte Angestellte konnte noch den Notruf tätigen, ehe sie zusammenbrach.

"Wir stehen alle unter Schock!"
Die Postangestellte musste notoperiert und in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Dr. Harald Hertz vom Lorenz-Böhler-Unfallspital konnte aber Entwarnung geben: "Die Patientin ist außer Lebensgefahr." Die Kollegen des Opfers zeigen sich erschüttert. "Erschreckend, wie brutal die Täter mittlerweile vorgehen. Das ist sehr beängstigend", so der Vertreter für die 34-jährige Angestellte. Auch der Ehemann des Opfers rang mit den Worten: "Wir stehen alle unter Schock! Die Täterin hatte doch, was sie wollte. Warum musste sie auch noch ein Messer ziehen und auf meine Frau einstechen?"

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