11-jähriger Mörder
Bub tötete schwangere Frau wie ein Profikiller
Nach dem kaltblütigen Mord, der laut Staatsanwalt John Bongivengo "auf jeden Fall geplant war", soll Jordan Brown ganz normal zur Schule gegangen sein. Dort wurde er von der Polizei verhaftet, nachdem die siebenjährige Tochter des Opfers den Buben belastet hatte. Sie sagte aus, der Bub sei mit einem Gewehr aus dem Schlafzimmer der Mutter gekommen. Zudem fanden Kriminalisten an der Schulbushaltestelle eine leere Schrotpatrone. Jordans Vater war zum Tatzeitpunkt bereits in der Arbeit. Als Motiv gilt Eifersucht auf die werdende Mutter und ihre beiden Töchter.
Die Schrotflinte hatte der Elfjährige zu Weihnachten geschenkt bekommen. Es handle sich um ein "Jugendmodell", hieß es, das vom Waffenregistrierungsgesetz ausgenommen ist. Tödlich verliefen die Verletzungen der Frau nur deshalb, weil Jordan ihr von hinten in den Kopf geschossen hatte. Mit der Decke über der Waffe habe der mutmaßliche Mörder aber nicht den Knall dämpfen wollen, meint Bongivengo: "Dafür war die Decke nicht dick genug. Er wollte aber sichergehen, dass die Frau nicht erkennen konnte, womit er neben ihr am Bett stand." Bongivengo will den Buben nicht nach dem Jugendstrafgesetz vor Gericht bringen, weil es darin keine Regelung für Mord gibt. "Wenn er achtzehn wäre, würde ich die Todesstrafe fordern", so der Bezirksstaatsanwalt von Lawrence County.
Gefängnisdirektor: "Können hier keine Kinder einsperren"
Der Elfjährige wurde nach seiner Vernehmung in das Bezirksgefängnis gebracht, wo er seither in einer Einzelzelle sitzt. Der Direktor der Haftanstalt wies am Montag darauf hin, dass man im Gefängnis keine geeignete Infrastruktur habe, um ein Kind unterzubringen. Auf längere Sicht könne er nicht für eine adäquate Betreuung Browns garantieren. Von den 300 erwachsenen Gefangenen in der Anstalt werde der Bub während der U-Haft ferngehalten.
Der Verteidiger des Buben hat den zuständigen Richter ersucht, den Fall an ein Jugendgericht abzugeben und Jordan gegen Kaution in die Obhut des Vaters zu entlassen. Anwalt Dennis Elisco wies gegenüber US-Medien daraufhin, dass angeblich "nichts bewiesen" sei und sein Mandant den Mord an der Frau nicht gestanden habe.
Mordende Kinder sorgen für Aufregung
Erst kürzlich hatte ein Kind mit tödlichen Schüssen die USA schockiert: Ein neunjähriger Bub in Arizona erschoss seinen Vater und dessen Freund. Am Donnerstag wurde er der fahrlässigen Tötung des Freundes beschuldigt, die Mordanklage für den Tod seines Vaters wurde fallengelassen. Auch in diesem Fall wollte der Staatsanwalt zunächst, dass der Bub wegen Mordes angeklagt wird.











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