Mo, 10. Dezember 2018

Weißer Tod

09.02.2009 18:45

Ein Todesopfer nach Lawinenabgang in Osttirol

Bei einem Lawinenabgang im Osttiroler Innvervillgraten ist am Montagnachmittag ein Mann getötet worden. Eine Frau wurde ebenfalls von den Schneemassen mitgerissen, konnte aber bereits nach einer halben Stunde geborgen werden. Sie wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Verunglückte war vorerst nicht ansprechbar, hieß es von Seiten der Polizei. Die Identität der beiden Lawinenopfer war vorerst noch ungeklärt, es dürfte sich aber um Urlauber aus Deutschland handeln.

Zu dem Unglück war es gegen 13.30 Uhr im Bereich der zum Deferegger Gebirge gehörenden Pürglers Kunke gekommen. Die beiden Skitourengeher wurden in einer Höhe von etwa 2.400 Metern vom Schneebrett erfasst und mitgerissen. Die verschüttete Frau konnte gegen 14.00 Uhr aus den Schneemassen befreit werden, für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Im Einsatz standen vier Hubschrauber sowie Alpinpolizei, Bergrettung und Hundeführer.

Wegen Neuschnee erhebliche Lawinengefahr
Zum Zeitpunkt des tödlichen Lawinenabgangs herrschte im Gebiet erhebliche Lawinengefahr. In den vergangenen drei Tagen fielen zwischen 30 und 40 Zentimeter Neuschnee, teilweise wurden Neuschneezuwächse bis zu 75 Zentimetern registriert. Kräftiger Wind führte in Osttirol zudem zu neuen Schneeverfrachtungen. Gefahrenstellen seien dort derzeit in allen Hangrichtungen anzutreffen, vermehrt oberhalb etwa 1.600 Metern im bisher eher wenig befahrenen oder begangenen Steilgelände.

Der Tiroler Lawinenwarndienst hatte zu Zurückhaltung bei der Befahrung von Steilhängen geraten. Vereinzelt seien durch die Tageserwärmung auch noch spontane Lawinenabgänge möglich.

Innenministerin eilte zur Einsatzbesprechung
Das Unglück überschattete die Klausur der Bundesregierung, die zur selben Zeit im nur wenige Kilometer entfernten Sillian abgehalten wurde. Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) eilte von dort aus sofort zur Einsatzbesprechung.

Salzburger Skifahrer aus Lawine befreit
Glück hatte am Montag ein 39-jähriger Salzburger, der bei Sportgastein von einer Lawine erfasst wurde. Der Mann konnte noch vor Eintreffen der Bergrettung von seinen vier Begleitern aus dem Schnee befreit werden.

Die Variantenfahrer hatten das Schneebrett bei der Einfahrt ins Weißenbachtal ausgelöst, waren aber gut ausgerüstet, bewahrten die Nerven und konnten ihrem verschütteten Kameraden so das Leben retten, hieß es seitens der Salzburger Bergrettung. Der Verschüttete wurde ins Krankenhaus Schwarzach geflogen und ist am Weg der Besserung.

Symbolbild

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