So, 19. August 2018

Tod nach Grippe

04.02.2009 17:08

Basketball-Legende Mike Maloy in Wien gestorben

Der österreichische Basketball hat eine seiner schillerndsten Persönlichkeiten verloren. Der gebürtige US-Amerikaner Mike Maloy (auf dem Foto rechts) ist am Dienstag in seiner Wohnung in Wien nach einer schweren Grippe tot aufgefunden worden. Das bestätigte am Mittwoch die American International School (AIS), an der der 59-Jährige zuletzt als Lehrer und Basketball-Trainer gearbeitet hatte. Maloy war 1976 der erste US-Star, der als Legionär in Österreich angeheuert hatte.

 Der 2,01 m große Forward wurde mit dem UBSC Wien insgesamt viermal Meister und führte nach seiner Einbürgerung im Jahr 1980 auch das österreichische Nationalteam in davor ungeahnte Höhen. Nach seinem Karriereende verdiente sich Maloy unter anderem als Trainer in Mattersburg, Wien und Klosterneuburg.

Veritabler College-Star
Seine größten Erfolge hatte Maloy aber in den Vereinigten Staaten gefeiert. Mit seinem kleinen College Davidson erreichte der Allrounder 1968 und 1969 das Viertelfinale der NCAA-Meisterschaft - und wurde daraufhin als eines der größten Basketball-Talente des Landes gepriesen. Nach einer Wahl zum "All American" schafft es der in New York aufgewachsene Maloy sogar auf das Cover von "Sports Illustrated" (siehe Bild) - eine der größten Auszeichnungen überhaupt.

1970 NBA-Engagement abgelehnt
Der Davidson-Star wurde daraufhin 1970 an 157. Stelle von Rekordmeister Boston Celtics gedraftet, entschied sich aber anstelle der NBA für die damals ebenfalls populäre ABA. Dort spielte Maloy unter anderem gemeinsam mit Julius Erving für die Virginia Squires. "Ich hätte es vielleicht auch bei den Celtics geschafft - das weiß man nie. Aber ich habe Boston nicht wirklich gemocht", hatte die Basketball-Legende immer wieder erklärt.

Zweite Karriere als Blues-Sänger
Stattdessen verschlug es Maloy in den 1970ern nach Österreich, wo er die Liga phasenweise dominierte. Nach seiner Karriere ging das Universal-Genie in Wien auch seiner zweiten Leidenschaft nach - dem Blues. Der Basketballer war bis zuletzt Sänger der siebenköpfigen "Boring Blues Band", die er gemeinsam mit seinem Ex-Teamkollegen Bernhard Slavicek gegründet hatte. Maloy hinterlässt einen Sohn Ryan mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin Edith.

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