Wie der Überfall in der Shoppingcity am Donnerstag gegen 18.45 Uhr abgelaufen und sie dem maskierten Räuber entkommen war, erzählte Alexandra F. der "Steirerkrone" (den Bericht findest du in der Inofbox!). Nach dem misslungenen "Carjacking" leitete die Polizei sofort eine Alarmfahndung ein.
"Wir waren gerade am Eggenberggürtel unterwegs und sind dann in Richtung Tatort gefahren", berichtete Inspektor Andreas Langmann (28), der sich gerade mit seinem Kollegen Revierinspektor Ernst Bernhard auf einer "Schengen-Streife" befand. Beim Schwarzen Weg in der Nähe der Spar-Zentrale sahen sie einen jungen Mann, auf den die Beschreibung des Täters passte.
Alibi löste sich in Luft auf
"Er war sofort bereit, uns in die Polizeiinspektion Seiersberg zu begleiten, er sagte, dass er uns helfen wolle, dieses Verbrechen zu klären." Und das tat er, allerdings ungewollt. Denn zuerst löste sich sein Alibi - er behauptete, bei zwei Freundinnen gewesen zu sein - in Luft auf, und dann passte auch noch sein Schuhabdruck, den er im Autos seines Opfer hinterlassen hatte.
Überfall mit Spielzeugpistole und Motorradhaube
Schließlich gestand der 20-Jährige (seine Mutter ist Polin, der Vater Bosnier, der junge Mann hat eine doppelte Staatsbürgerschaft und studiert an der Technischen Uni in Graz). "Er war bei den Eltern in Bosnien, kaufte sich dort eine Spielzeugpistole und eine Motorradhaube und fuhr am Mittwoch mit dem Bus wieder nach Graz", so Peter Neubauer vom Landeskriminalamt.
Beim Einkaufszentrum, das von 250 Kameras überwacht wird, wollte er ein Auto rauben und es dann in Bosnien verkaufen - um von den Eltern finanziell unabhängig zu werden.
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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