26.12.2008 12:17 |

Abtreibung drohte

AKH-Ärzte schenken israelischem Baby das Leben

Dass die kleine Wien gesund zur Welt kommen durfte, verdankt sie Ärzten des AKH. Ja, es heißt jetzt wirklich Wien, das einen Monat alte Mädchen aus Israel. Seine Eltern gaben dem Baby dieser Tage den ungewöhnlichen Namen aus Dankbarkeit. In seiner Heimat hatten Ärzte den Eltern zu einer Abtreibung aus medizinischen Gründen geraten.

Nicht dass der Sprössling unwillkommen gewesen wäre, aber Mutter Orit G. hatte eine Problem-Schwangerschaft - ihr Arzt vermutete eine Zytomegalinfektion. Das bedeutet, dass ein Kind schwer geschädigt oder tot geboren werden könnte. Die Mutter befand sich zwar bereits in der 35. Schwangerschaftswoche, doch in Israel ist ein Abbruch auch zu diesem Zeitpunkt noch möglich.

Der behandelnde Arzt, Dr. Gustavo Malinger, hatte die rettende Idee: Er schickte Orit Galperin ins Wiener AKH, weil die Magnetresonanzuntersuchungen an Ungeborenen, die hier an der Universitätsklinik für Radiodiagnostik vorgenommen werden, weltweit einen guten Ruf haben. Am 28. Oktober untersuchte Prof. Daniela Prayer dann die Mutter. Und konnte bald die erlösende Diagnose stellen: keine Spur der befürchteten gefährlichen Infektion.

"Die Stadt hat unserem Kind das Leben geschenkt"
Das Baby wurde am 20. November gesund geboren. Orit Galperin und ihr Mann Omri waren so glücklich, dass sie ihre Tochter Wien tauften: "Die Stadt hat schließlich unserem Kind das Leben geschenkt", begründen sie die Namenswahl. Die Familie, zu der noch der dreijährige Tevel gehört, lebt in einem Kibbuz im Norden Israels.

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