Es geht ums Geld und um die Urheberschaft. Für die SPÖ ist der Gratis-Kindergarten "immer schon" ihre Forderung, auf die nun auch die ÖVP eingeschwenkt sei. Für die ÖVP meinte Vize-LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der mit drei Modellregionen ab kommenden Herbst vorgeprescht war: "Keine Torschlusspanik. Wir tun bei unserer eigenen Initiative schon mit".
Frage der Finanzierung
Während die SPÖ in Schützenhöfers Pilotversuchen eine "Unterhöhlung" der Kompetenzen der SPÖ-Jugendlandesrätin Bettina Vollath - die Finanzierung erfolgt aus ÖVP-Bedarfszuweisungen - und die Schaffung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft sieht, wirft die Volkspartei dem Regierungspartner vor, in der nun eingebrachten Gesetzesvorlage für den generellen Gratis-Kindergarten die Frage der Finanzierung nicht seriös berücksichtigt zu haben. Schließlich würden ja so auch Folgekosten wie der Aus- und Neubau von Kinderbetreuungseinrichtungen initiiert.
Kein Geld vom Bund
ÖVP-Finanzlandesrat Christian Buchmann will, dass ein Teil der zusätzlichen Mittel aus Umschichtungen im Ressort und vom Bund kommen, SPÖ-Vize-LH Kurt Flecker denkt hingegen an eine Anhebung der Automatensteuer auf Wiener Niveau als Geldquelle und Landesrätin Vollath betonte, dass es vom Bund aufgrund der klaren Zuständigkeiten nichts zu holen gebe. Dass es schon im Herbst eine flächendeckende Lösung geben wird, daran zweifelt Buchmann, "weil es allein technisch nicht abwickelbar ist".
Auch Opposition für Gratis-Kindergarten
Auch die Opposition ist für den Gratis-Kindergarten: Die Grünen, die darin ebenfalls "ihr" Thema sehen, und auch die KPÖ, die gleichzeitig den Ausbau von Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder einmahnt, wo die Steiermark noch nachhinke.
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.