Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
29.03.2017 - 13:59
Landesrat Max Hiegelsberger will "nichts gewusst" haben.
Foto: Harald Dostal

Vorwürfe interessieren Korruptionsjäger

14.01.2017, 06:02

"Gar nichts dran" kann man jetzt wohl nicht mehr sagen: Die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien hat sich, wie schon kurz berichtet,  nun das bisher in Wels anhängige Verfahren um den Prüf- und Verwaltungsskandal in St. Wolfgang und die "Whistleblower"- Anzeige eines Prüfers gegen Landesbeamte "geschnappt".

"Landläufig gesprochen, hat sich einfach der Verdacht ausgeweitet",  sagt eine  Sprecherin der Wiener Korruptionsjäger: Sie können Verfahren wegen Amtsmissbrauchs an sich ziehen, sofern "wegen der Bedeutung der aufzuklärenden Straftaten oder der Person des Tatverdächtigen ein besonderes öffentliches Interesse besteht". Das sei gegeben, weil es nach der Anzeige des Gemeindeprüfers des Landes gegen sechs Landesbeamte nicht mehr "nur" um die Causa Sankt Wolfgang geht.

Brisante Prüfberichtskürzungen

Denn der "Whistleblower" listet in seiner detailreichen Anzeige zehn Prüfungs- Streitfälle aus dem Reich von ÖVP- Politikern auf, die zu Mobbingattacken durch Vorgesetzte geführt hätten. Neben St. Wolfgang, wo seine Prüfungsergebnisse nachweislich entschärft worden sind, geht es da auch um Freistadt mit ebensolchen brisanten Prüfberichtskürzungen. In mehren Fällen wird dabei ÖVP- Landesrat Max Hiegelsberger als Mitwisser und gar Mittäter genannt, ohne dass ihn der Prüfer deswegen auch  angezeigt hat. So heißt es zum Fall Freistadt in der Anzeige: "Weiters gab es bereits vor der Schlussbesprechung Interventionen des (verstorbenen) ÖVP- Bürgermeisters, denen angewiesene Änderungen durch den nicht zuständigen Landesrat Hiegelsberger folgten."

Das ist, wie einige andere Vorwürfe gegen Hiegelsberger  bezüglich weiterer Prüfungsfälle, vorerst nur eine Behauptung. Der ÖVP- Landesrat wird auch nicht müde, zu erklären, er habe von nichts gewusst und nichts Vorwerfbares getan, zumal er für die Aufsicht über die ÖVP- Gemeinden gar nicht zuständig gewesen sei (sondern SPÖ- Politiker). Und letztverantwortlich für den Inhalt von Prüfberichten sei natürlich der Chef der Direktion für Inneres und Kommunales, Hofrat Dr. Michael Gugler.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum