Frauen an der Macht

Neue Schweizer Regierung mit weiblicher Mehrheit

Ausland
22.09.2010 15:49
Das Schweizer Parlament hat am Mittwoch zwei neue Regierungsmitglieder gewählt, eines davon ist eine Frau. Erstmals bilden damit die Frauen im siebenköpfigen Bundesrat (auf dem Bild mit Bundespräsidentin Doris Leuthard) die Mehrheit, zumindest bis Ende 2011. "Ein großer Tag für die Schweizer Frauen - und hoffentlich auch für die Männer", kommentierte SP-Fraktionschefin Ursula Wyss den Ausgang freudestrahlend.

Die 50-jährige Simonetta Sommaruga (Sozialdemokraten) und der 58-jährige Johann Schneider-Ammann (Freisinnige) sind die beiden neuen Bundesräte. Damit sitzen nun vier Frauen und drei Männer im Kabinett.

Überraschend kommt das allerdings nicht, die Sozialdemokraten hatten schon vor einigen Wochen dem Parlament zwei Frauen zur Wahl vorgeschlagen. Und für die Mehrheit der fünf Bundesratsparteien war letztlich klar, dass der frei werdende Sitz des per Ende Oktober zurücktretenden Verkehrsministers Moritz Leuenberger an die Sozialdemokraten fallen soll.

So verhielt es sich auch mit dem Sitz des ebenfalls zurücktretenden Finanzministers Hans-Rudolf Merz aus den Reihen der FDP. Weil amtsjünger, wurde seine Nachfolge erst nach der Leuenberger-Vakanz geregelt. Neben Unternehmer und Multimillionär Schneider-Ammann wurde mit der St. Galler Regierungsrätin (Ministerin auf Kantonalebene) Karin Keller-Sutter auch eine Frau von den Freisinnigen nominiert.

Die ganz große Sensation, nämlich fünf Frauen in der Regierung, ist allerdings ausgeblieben.

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