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30.06.2016 - 08:55
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fordert "schnellere Widmungsverfahren für den Wohnbau".
Foto: Martin A. Jöchl

Wie im Wiener Wohnbau blockiert wird

10.02.2016, 16:55

Die 15 Zentimeter große Violette Sommerwurz verhindert den Bau von 260 Wohnungen in Liesing nun schon drei Jahre: nur ein Beispiel dafür, wie Genehmigungsverfahren Wohnprojekte verzögern. Aber auch die Grünen blockieren Bauvorhaben, obwohl in Wien heuer bereits 76.000 Menschen auf eigene vier Wände hoffen.

Seit 28. August 2013 ist klar, dass die streng geschützte Violette Sommerwurz (Orobanche purpurea) auch an der Atzgersdorfer Straße in Liesing blüht. Und seit damals wird eine Wohnbaugesellschaft von dieser Schmarotzerpflanze (Fachbegriff) und durch ein Naturschutzverfahren am Bau von 260 Wohnungen gehindert. "Ein Baustart ist selbst drei Jahre nach Beginn des Verfahrens nicht absehbar", wird vom Wohnbau- Ressort bestätigt.

Maria Vassilakou
Foto: APA/Roland Schlager

"Zu oft" würden Naturschutz- oder Flächenwidmungsverfahren dringend nötige Wohnbauten verhindern, kommt aus der SPÖ immer mehr Kritik an den Grünen: "Schön, wenn Vassilakou und ihre Freunde Tausende Menschen zu uns einladen. Sie sollen dann aber mithelfen, dass alle Wiener und die zugezogenen Menschen günstige Wohnungen mieten können."

Noch deutlichere Kritik von der SPÖ an Grünen

Aktuelle Zahlen zeigen, wie dringend neue Wohnungen benötigt werden: So sind bereits 13.815 Namen auf der Warteliste von Wiener Wohnen. Zusätzlich zogen 2015 weitere 42.500 Menschen nach Wien, und heuer werden 20.000 Flüchtlinge in Wien per Bescheid zu Asylberechtigten - sie können dann ebenfalls um eine Wohnungszuteilung ersuchen. In Summe fehlen so Mietwohnungen für 76.315 Menschen. Und nur 10.000 sind in Bau.

"Die Widmungsverfahren müssen endlich beschleunigt werden", fordert Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Erst kürzlich kritisierte die SPÖ Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) und ihren Planungssprecher Christoph Chorherr. Der würde aber "lieber gegen Windmühlen kämpfen": Denn der Haschahof in Rothneusiedl, den er retten will, werde "ohnehin nicht abgerissen", sagt ein Sprecher des Wohnressorts.

10.02.2016, 16:55
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
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