Mi, 13. Dezember 2017

Suche nach Führung

07.12.2017 06:10

SPÖ: Interne Kritik, weil die Arbeit liegen bleibt

Der Start in die Oppositionsrolle ist alles andere als einfach: SPÖ-intern wird jetzt Klubobmann Andreas Schieder dafür kritisiert, dass er zu viel Zeit seinem Duell um den Wiener Parteivorsitz widme. Auch die Bestellung eines neuen Bundesgeschäftsführers sei überfällig.

"Wir sind mitten in einer sehr harten innenpolitischen Auseinandersetzung mit der ÖVP-FPÖ-Truppe, da müssten wir doch viel stärker die fast täglich neuen Ideen der Beinahe-Koalition kontern. Doch der Klubchef führt seinen parteiinternen Wahlkampf in Wien", kritisiert ein SPÖ-Politiker im "Krone"-Gespräch. Die Partei habe aber noch ein großes Problem: Schon seit zwei Monaten fehlt ein neuer Bundesgeschäftsführer, der die Nachfolge des im September zurückgetretenen Georg Niedermühlbichler offiziell antritt.

Neubesetzung erst Anfang 2018 geplant
"Zwei Top-Leute für die Nachfolge in der Bundesgeschäftsführung haben wir bereits in der engeren Auswahl", sagt Kanzler Christian Kern. Bis zur Klausur des SPÖ-Präsidiums am 4. Jänner soll die Neubesetzung der Chefetage in der Löwelstraße stattfinden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die angeschlagene Partei Kritik aus den eigenen Reihen einstecken muss. Der sozialdemokratische Medienmanager Gerhard Zeiler kritisiert, die SPÖ habe vor der Nationalratswahl zu wenig auf Veränderung gesetzt. Die Ansage, dass alles so bleiben soll, wie es ist, führe nirgendwohin.

Richard Schmitt, Kronen Zeitung/krone.at

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