Mi, 13. Dezember 2017

Mitbewohnern gegeben

02.12.2017 07:37

70-Jährige stellt in Altenheim-Küche Rizin her

Bridge war ihr offenbar zu langweilig: Eine Seniorin hat in einem Altenheim in den USA mit selbst hergestelltem Rizin experimentiert - und das hochgefährliche Gift sogar an ihren Mitbewohnern getestet. Diese hatten aber Glück - kein Bewohner der idyllischen Wake-Robin-Seniorenresidenz in Shelburne im US-Staat Vermont wurde getötet. Rizin lähmt die Atemwege und kann bei Verschlucken bereits in kleinsten Dosen tödlich wirken.

Die US-Bundespolizei FBI war den Angaben zufolge Anfang der Woche wegen einer möglicherweise gefährlichen Substanz im Appartement der 70-jährigen Betty Miller in Shelburne im US-Bundesstaat Vermont alarmiert wurden. Die Beamten entdeckten in der Wohnung eine Flasche mit der Aufschrift "Rizin". Tests bestätigten, dass es sich tatsächlich um das hochgefährliche Gift handelte.

Gift in Speisen und Getränke der Mitbewohner gemischt
Am Donnerstag wurde Miller festgenommen. Die Seniorin habe angegeben, "Interesse an Giftstoffen auf Pflanzenbasis zu haben", erklärte das Justizministerium.

Nach einer Internet-Recherche stellte sie das Rizin in ihrer Küche her. Um seine Wirksamkeit zu testen, mischte sie das Gift in Speisen und Getränke ihrer Mitbewohner. Ihre Wohnung wurde von FBI-Experten für Massenvernichtungswaffen durchsucht. Die Beamten entdeckten dort noch mehr Rizin und Pflanzenbestandteile etwa von Äpfeln, Kirschen, Rizinus, Fingerhut und Hefe, aus denen nach Einschätzung der Experten ebenfalls Gift hergestellt werden kann. Eine Gefahr bestehe nun aber nicht mehr.

Das Seniorenheim sprach von einem Einzelfall. Die Gefahr sei gebannt, kein Bewohner der Anlage habe in Sicherheit gebracht werden müssen. Um die Bewohnerin des Appartements kümmerten sich nun die Strafverfolgungsbehörden, nach Wake Robin werde sie nicht zurückkehren.

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