Di, 21. November 2017

Am „heiligen Rasen“

24.10.2017 07:43

VdBs „First Dog“ ignoriert Hundeverbot vor Hofburg

Rund um die Wiener Hofburg ist am Montag recht viel los: Zum einen versammelte sich die Spitze der SPÖ, allen voran der wohl scheidende Kanzler Christian Kern, zur Präsidiumssitzung. Unterdessen bereitet sich der wohl kommende Kanzler, ÖVP-Chef Sebastian Kurz, auf eine Regierungsbildung und einen weiteren Termin in der Präsidentschaftskanzlei vor. Der dort amtierende Alexander Van der Bellen ließ sich dennoch nicht davon abhalten, seinen Hund Gassi zu führen - und der Vierbeiner ignorierte dabei prompt des dort herrschende Hundeverbot.

Nach den Sondierungsgesprächen mit den Chefs aller Parlamentsparteien wird der mit der Regierungsbildung beauftragte ÖVP-Chef bereits am Montagnachmittag Bundespräsident Van der Bellen über das weitere Vorgehen informieren. Wie berichtet, deutet derzeit alles auf Koalitionsgespräche mit der FPÖ hin.

Am Vormittag trafen auch die roten Granden nahe der Präsidentschaftskanzlei zusammen. Mit Christian Kern an der Spitze wolle man in Opposition gehen, hieß es. Auch der Kanzler selbst hat sich offenbar damit abgefunden, aus der Regierung Abschied nehmen zu müssen. Kern verwies darauf, dass Gerüchte über Rot-Blau abstrus seien. Einmal mehr versicherte der SPÖ-Chef, der Politik erhalten zu bleiben und als Oppositionsführer agieren zu wollen.

Video: SPÖ will sich in der Opposition neu aufstellen

Hundeverbot auf Rasenfläche
Von alledem recht unbeeindruckt, wollte der Bundespräsident nicht auf einen kurzen Hundespaziergang nahe der Hofburg verzichten. So führte Van der Bellen nur wenige Meter entfernt einen seiner Hunde eine Runde spazieren. Das auf der Wiesenfläche herrschende, besonders strenge Hundeverbot, das den "heiligen Rasen" rund um die Hofburg offenbar von der Burghauptmannschaft als besonders schützenswert deklariert, wurde vom "First Dog" des Landes aber schlichtweg ignoriert.

Kopfschütteln bei Hundebesitzern
"Kita" verrichtete ungestört - und ungestraft - ihr tierisches Geschäft, was ansonsten in diesem Bereich der repräsentativen Innenstadt untersagt wäre. Aber offenbar genießen Präsidentenhunde diesbezüglich Immunität. Das Hundeverbot auf der Rasenfläche sorgt bereits seit Monaten bei Hundebesitzern immer wieder für Kopfschütteln.

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Redaktion
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