Sa, 18. November 2017

Nordkorea droht:

17.10.2017 12:16

„Atomkrieg könnte jeden Moment beginnen“

Weiterhin extem scharfe Töne zwischen Nordkorea und den USA: Der stellvertretende UN-Botschafter Nordkoreas, Kim In Ryong, warnte am Montag erneut vor dem Ausbruch eines Atomkriegs und stellte sein Land als Opfer einer Bedrohung durch die USA dar. Die Situation in Nordkorea habe einen "sehr riskanten Punkt erreicht", sagte vor dem UNO-Abrüstungsausschuss in New York. "Ein Atomkrieg könnte jeden Moment ausbrechen."

"Kein anderes Land auf der Welt hat für so eine lange Zeit eine solch extreme und direkte nukleare Bedrohung von den USA hinnehmen müssen", sagte Kim In Ryong. Nordkorea unterstütze die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine nukleare Abrüstung auf der Welt.

Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die USA sei für sein Land eine Unterzeichnung des internationalen Atomwaffensperrvertrags jedoch nicht möglich. Der Botschafter drohte den USA zudem damit, dass sie bei einem weiteren Vordringen in den militärischen Einzugsbereich Nordkoreas mit einem Vergeltungsschlag zu rechnen hätten.

USA: "Müssen auf das Schlimmste vorbereitet sein"
US-Vizeaußenminister John Sullivan zeigte sich nach Nordkoreas Warnung vor einem Atomkrieg sehr besorgt und offen für direkte Gespräche mit dem asiatischen Land. Bisher sträubten sich die USA und deren Verbündeter Japan, sich mit Pjöngjang an den Verhandlungstisch zu setzen, solange es sein Atomprogramm vorantreibt.

"Wir konzentrieren uns auf die Diplomatie, um das von Nordkorea verursachte Problem zu lösen", sagte Sullivan am Dienstag bei einem Besuch in Tokio. "Trotzdem müssen wir zusammen mit unseren Alliierten Japan und Südkorea und anderen auf das Schlimmste vorbereitet sein, falls die Diplomatie scheitert."

Ständig neue UNO-Sanktionen zeigen keinerlei Wirkung
Nach einer Reihe von Raketentests in Nordkorea und einem zunehmend kriegerischen Wortwechsel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben die Spannungen zwischen beiden Seiten deutlich zugenommen.

Der UN-Sicherheitsrat verhängt seit 2006 immer wieder Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea, weil es mit seinem Atomwaffen- und Raketenprogramm ständig die Auflagen der Weltorganisation verletzt. Die Strafmaßnahmen zeigen jedoch keinerlei Wirkung.

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