Do, 23. November 2017

Kein Geständnis

29.06.2017 14:54

Mädchen in Linz vergewaltigt: Zwei Festnahmen

Fahndungserfolg nach der Vergewaltigung einer Maturantin in Linz: Zwei Verdächtige konnten von der Polizei ausgeforscht und und Donnerstagfrüh verhaftet werden, wie es bei einer Pressekonferenz hieß. Bei den mutmaßlichen Sextätern handelt es sich um einen 17 Jahre alten Asylwerber aus Afghanistan sowie einen 27-jährigen Österreicher. Die beiden sollen das Opfer Anfang Juni in ein Kellerabteil gezerrt und sich dort an ihm vergangen haben.

Wie Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter berichtete, zeigen sich die beiden Verdächtigen zu den Vorwürfen bis dato nicht geständig. Anhand von DNA-Spuren und Videoaufzeichnungen ging er aber davon aus, dass es sich bei den zwei jungen Männern um die Täter handle. Die Vergewaltigung dürfte damit als geklärt gelten. Die Männer seien bereits wegen Drogendelikten vor Gericht gestanden, hieß es. Der Afghane lebte als unbegleiteter Flüchtling seit 2016 in einer betreuten Einrichtung.

In Keller gezerrt, vergewaltigt und ausgeraubt
Die 18-Jährige soll am 9. Juni in den frühen Morgenstunden von den zwei Männern angesprochen worden sein, als sie gerade auf dem Weg zu einer Tankstelle war. Danach drückten sie ihr einen Gegenstand in den Rücken, von dem sie befürchtete, es könnte sich um eine Schusswaffe handeln. Die Männer zwangen ihr eingeschüchtertes Opfer, mit ihnen in den Keller eines Hauses in der Dinghoferstraße zu gehen. Dort vergewaltigten sie die Maturantin, raubten ihr noch Handy und Geldbörse und flüchteten.

Die junge Frau blieb körperlich unverletzt, psychisch habe ihr der Übergriff aber sehr zugesetzt. So wurde sie am Donnerstag auch erst über die Festnahme der Verdächtigen informiert. Das habe sie so aufgewühlt, dass ihr noch keine Fotos von den Männern gezeigt wurden, berichtete Pogutter.

Vorgehen der Kripo sorgte für Diskussionen
Die Vorgangsweise der Polizei hatte in diesem Fall für heiße Diskussionen gesorgt. So habe es seitens der Exekutive keine Warnung vor den Tätern gegeben, der Fall wurde erst eine Woche später publik gemacht, zudem gab es keine öffentliche Fahndung nach den Verdächtigen. Erklärt wurde die Zurückhaltung mit "ermittlungstaktischen Gründen": Man habe die Täter nicht warnen wollen und gehofft, sie zu schnappen. Auch am Donnerstag wurde dies ein weiteres Mal als Begründung für die verzögerte Öffentlichkeitsarbeit genannt.

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