Koch-Rezepte werden ja oft von Generation zu Generation weitergereicht. Die Rezepte der Bundesregierung zur Bekämpfung der Teuerung muten hingegen seltsam an: Wahlärzte sollen Patienten auch ohne Vertrag zum Kassentarif behandeln, Wirte und deren Personal zum Diskonttarif kochen. Freiberufler und Unternehmer dürfen also nicht mehr selbst bestimmen. Aber die hohen Steuern, Energiepreise und Abgaben ungefragt und ganz selbstverständlich stemmen!? An die offensichtlichen Preistreiber – die Differenz pro Einkauf zwischen Innviertel und Bayern beträgt teilweise locker 50 bis 70 € (!) – traut sich auch diese „Reform-Regierung“ nicht heran. Stattdessen richtet man den Menschen ungeniert und indirekt aus, dass ihre Arbeit nichts wert ist. Kein Wunder, dass auch der Finanzminister achselzuckend im ORF auftreten muss, weil auch er nun erkennen muss, dass die von ihm als einstigem AK-Ökonomen verfolgten linken Luftblasen realen Erwartungen nicht immer standhalten. Somit gilt weiterhin, auch im übertragenen Sinne: Wennst (nu) a Geld hast, kannst ins Wirtshaus gehn, wennst kans hast, bleibst halt lieber draußen stehn.
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