Der Tod von Herrn Dr. Pilnacek ist schon tragisch genug, vor allem für die Hinterbliebenen. Herr Kurz sollte es daher bei seiner Anteilnahme belassen. Aber nein, in seinen Statements vergleicht er indirekt die Situation von Dr. Pilnacek mit seiner, und das ist zutiefst verwerflich. Herr Kurz sollte einmal zur Kenntnis nehmen, dass sich die Welt nicht um ihn alleine dreht und seine Mahnungen und Belehrungen entbehrlich sind. Österreich braucht keinen selbstverliebten Egomanen aus der Werkstatt der ÖVP, der sich immer verfolgt fühlt und nie Schuld hat. Selbst das Gericht betrachtet Sebastian Kurz als seine Bühne und versucht, mit fadenscheinigen und salbungsvollen Monologen die Zuhörer zu vereinnahmen. Alleine die Erklärung zu „Kriegst eh alles, was du willst“ als „Einbremsen“ zu interpretieren, kann nicht einmal Herr Kurz selbst glauben. Er hat sich durch seine Politik selbst an den Pranger gestellt und sollte indirekte oder direkte Vergleiche seiner Situation und Person mit einem anerkannten Top-Juristen tunlichst unterlassen.
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