Das freie Wort

Arbeitslosen- und Pensionspolitik

Die Politiker, welche solche niederträchtigen und absurden Aussagen machen, sind es nicht wert, gewählt zu werden. Sie verdienen überdurchschnittlich und zu viel Geld für die Leistung, die sie bringen. Die allermeisten haben zusätzlich noch ein paar Jobs offiziell, wo sie nicht wenig Geld dafür erhalten. Den kleinen Leuten will man alles kürzen. Die Inflation, Mieten, Lebensmittel und so weiter sind gestiegen, die Gehälter und Löhne nicht. Hauptsache, auf die Kleinen losgehen. Die Politiker sollten einmal für 2000 ¤ netto arbeiten (wenn man reden und Anzug tragen als Arbeit nennen kann). Bei den Ergebnissen, welche man nachlesen kann, sind 2000 Euro noch zu viel. Aber gut. Ich als 60-jähriger Diplompflegefachmann an einer Wachkomastation verdiene in Österreich nicht mehr als 2500 netto. Stimmt, es ist viel Geld, aber auch noch mehr Verantwortung dem Menschen gegenüber. Verantwortung, welche die Politiker nicht interessiert. Mit bis zu 200.000 Euro pro Jahr Minimum würde ich meinen Mund nicht aufmachen. Manche Politiker haben in ihrem Leben nichts gelernt und gearbeitet, aber jetzt den Mund aufmachen und Pensionen kürzen, das Pensionsalter hinaufsetzen. Die Gierigen „arbeiten“ mit über 60 oder 65 Jahren noch in der Politik, weil die Gier nach Macht und Geld größer ist als das Hirn. Schafft hier mal einen Strich darunter, wir brauchen keine altersschwachen und gierigen Politiker und Manager mit viel zu hohen Gagen. Mich hat man gekündigt, weil ich für mein Unternehmen zu alt bin und nicht mehr tragbar. Dafür werden andere sicherlich auch ärmere Personen als billige und unerfahrene Kräfte geholt. Ich bekomme keinen Job mehr – auch nicht in Covid-Zeiten – und als Pension erhalte ich durch die Abschläge nur etwa 1500 brutto. 40 Jahre arbeitete ich für den Hungerlohn in der vorzeitigen Pension. Frechheit. Der österreichische Bürger ist feig und falsch. Jeder jammert, keiner tut was. Egal, welche Farbe die politische Richtung ist. Ich schäme mich für Österreich.

Erwin Funk, per E-Mail
Erschienen am Sa, 4.9.2021

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