Das freie Wort

Zurück zu einer Wirtschaftsunion

Bezugnehmend auf seinen Leserbrief, möchte ich Herrn Franz Peer theoretisch recht geben. Auch ich habe seinerzeit aus den von Herrn Peer angeführten Gründen für den EU-Beitritt Österreichs gestimmt. Mit Slogans wie, alle werden vom Beitritt profitieren; Lebensmittel werden billiger; keine Angst vor billigen Arbeitskräften aus dem Ausland, die auf das heimische Lohnniveau drücken; Österreich wird nur durch einen Beitritt zur Wertegemeinschaft in Brüssel seine Interessen vertreten können; die unbeschränkte Reisefreiheit wird eine der größten Errungenschaften sein; die EU-Politiker können sich nur gemeinsam auf der Weltbühne durchsetzen usw. Nur was ist aus diesen Ankündigungen geworden? Wir haben zum Bersten gefüllte Regale mit unzähligen Käse- und Wurstsorten in den Supermärkten, die in diesem Umfang niemand braucht und die entsetzliches Tierleid bzw. enorme Umweltbelastungen zur Folge haben. Durch Lohndumping und Schwarzarbeit sind immer mehr Arbeitnehmer armutsgefährdet; wie viel die Stimme Österreichs in Brüssel zählt, soll jeder Österreicher selbst beurteilen; die Vorteile der unbeschränkten Reisefreiheit erscheinen durch massiv zunehmende Kriminalität und ungewollte Flüchtlingsströme mehr als diskussionswürdig und den mächtigen Auftritt der Wertegemeinschaft auf dem internationalen Parkett durften wir unter anderem beim mehr als peinlichen Auftritt von Frau von der Leyen und Herrn Michel in Ankara verfolgen. Die Grundidee der Europäischen Union ist sicher großartig, aber nicht mit Möchtegernpolitikern, die von ihren Herkunftsländern nach Brüssel abgeschoben wurden und dem äußerst anspruchsvollen Projekt eines wirklich vereinten Europas keinesfalls gewachsen sind. Diese Fehlentwicklung spüren die Menschen, und deshalb werden die vorwiegend populistisch agierenden EU-Gegner immer leichteres Spiel haben und die EU in dieser Form schrittweise zu Grabe tragen. Dass es ohne diesen geldvernichtenden Brüsseler Moloch auch geht, zeigt uns die Schweiz immer wieder eindrucksvoll. Deshalb rasch zurück zu einer Wirtschaftsunion mit weitgehender nationalstaatlicher Eigenverantwortung der Mitgliedsstaaten.

Alexander Neumann, Grünbach am Schneeberg

Erschienen am Sa, 7.8.2021

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