Das freie Wort

Mir platzt der Kragen!

Die Wogen in der EU gehen mal wieder hoch. Das ist wahrlich kein Wunder. Schließlich zeugt der Wirbel rund um das nächste EU-Budget mal wieder eindeutig zu eindrucksvoll, woran die EU krankt. An Abgehobenheit, Realitätsverlust, Maßlosigkeit und politischer Verantwortungslosigkeit. Das Motto dieser für Normalbürger mehr und mehr inakzeptablen Staatenunion lautet erschreckenderweise tatsächlich immer noch: weiter wie bisher. Entschuldigung, das stimmt nicht ganz, so manche angerichteten Schäden sollen sogar noch vertieft werden. Mit einer eigentlich verbotenen indirekten Staatenfinanzierung durch die EZB. Oder etwa mit einer Dauerrettung maroder Banken. Und auch unsere Außengrenzen sind nach wie vor zu offenherzig. Um nur ein paar gravierende Beispiele zu nennen. Und für all diese Zukunftsgefährdungen will die EU immer mehr Geld? Was bilden sich diese Polit-Akrobaten eigentlich ein? Und die Ausrede mit jetzt schon zu langem Bart, wegen des Austritts der Briten, kann ich schon gar nicht mehr hören. Die halten uns Steuerzahler wohl für total behämmert! Ihr wollt mehr Geld? Dann fangt mal an, die Staatenfinanzierung und die Bankenfinanzierung mit unserem Geld einzustellen. Dann hört endlich auf, das Wort EU-Erweiterung in den Mund zu nehmen. Dann streicht mal ein paar von euren ungerechtfertigten Sonderzulagen. Dann kürzt mal schrittweise die Gelder für die Nettoempfänger. Und streicht endlich die sinnlosen Milliarden „Heranführungshilfe“ an die Türkei. Dann beendet diese sinnlose Pendlerei zwischen Straßburg und Brüssel. Jeder zweite Gipfel ließe sich mit Sicherheit auch per Skype abhalten. All das würde massive Kosten sparen, Spielräume für sinnvolle Investitionen wie Außengrenzschutz oder Wasserstofftechnologie ermöglichen und ganz nebenbei auch noch die Umwelt entlasten. Wenn ihr all das Erwähnte endlich einmal auf die Reihe kriegen solltet, dann können wir vielleicht irgendwann wieder über zusätzliches Geld reden. Aber wie gesagt, erst dann und sicher keinen einzigen Tag früher! Sorry, aber diesmal war es mir völlig unmöglich, rein sachlich zu bleiben.

Christian Stafflinger, Linz

Erschienen am Sa, 22.2.2020

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
11.1.2026Datum auswählen
Hört ins Volk, Politiker!
Die stundenlangen Irrwege eines schmerzgeplagten Waldviertlers mit mehrfach gebrochenem Bein (Bericht „Krone“ 10. 1. 2025) lassen mich als ...
Martin Krämer
Streit um Gastpatienten
Mit der Klage aus Niederösterreich um die Behandlung von Gastpatienten in Wiener Spitälern wird der Ton rauer. Nach den Aussagen des Wiener ...
Mag. Hans Rankl
Danke für unsere Gesundheit!
Da ich eine von mehreren tausend Menschen bin, denen täglich in den oberösterreichischen Krankenhäusern geholfen wird, die mit Umsicht, Kompetenz und ...
Mag. Doris Schulz
Warten auf kraftvolle Reformen
Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) ist Meisterin der schonenden Formulierungen. Für das beispiellose Hochkochen der Geldmedizin verwendet ...
Dr. Wolfgang Geppert
Muslimische Schüler in Wien
Wenn der Wiener Bürgermeister meint, es gäbe zu viele muslimische Kinder in Wiens öffentlichen Schulen, dann soll er einmal gut nachdenken warum! ...
Peter Felleitner
Reine Schönfärberei
Mit großem Interesse habe ich das von „Krone“-Redakteur Michael Pommer geführte Interview mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig gelesen. Hut ab vor ...
Dipl.-Päd. Ingo Fischer
Wiens Taferlklassler
Über 50 Prozent der Schulanfänger in Wien gelten bereits als außerordentliche Schüler! Das bedeutet, dass diese Kinder dem Unterricht nicht folgen ...
Robert Kindl
Kein Mensch wird gezwungen, Fleisch aus Südamerika zu kaufen!
Ob es uns gefällt oder nicht: Österreichs Wirtschaft ist vom Export hochwertiger Industrieprodukte abhängig und damit auf internationale ...
Susanne Freigassner-Riederer
Europa und diese Kältewelle
In den letzten Tagen hat eine massive Kältewelle Europa erfasst und mit Schnee in beeindruckendem Ausmaß überzogen. Während die Temperaturen in ...
Wolfgang Gottinger
Mercosur – EU bleibt stur
Die EU lässt sich vom Mercosur-Abkommen nicht abbringen. Österreich und einige andere Staaten sind dagegen, aber können nicht verhindern, dass in ...
Franz Weinpolter
Heimische Politik ist gefordert!
Nachdem die USA mit ihrer unstabilen Zollpolitik zu einem unverlässlichen und unberechenbaren Handelspartner geworden war, hat sich die EU nach rund ...
Franz Köfel
Bauern als „Sozialempfänger“?
Degradiert man den einst stolzen Bauernstand zu Bittstellern und „Sozialempfängern“? Durch die Absegnung (Mercosur) von Billigfleischimporten aus ...
Karl Aichhorn
Verrat an den Österreichern?
Sieht denn keiner dieser EU-Granden die Perversität von Mercosur? Nicht nur, dass die Bauern zugrunde gerichtet werden. Wir exportieren unser gutes ...
Annemarie Senz
Mercosur und Umwelt
Liebe Politiker, sorgt dafür, dass unsere Landwirte und Lebensmittelproduzenten für ihre Produkte einen ordentlichen Preis bekommen und ...
Anton Reisenhofer
Der Konsument entscheidet!
Ich fordere die österreichische Regierung auf, ein Gesetz zu erlassen, wo alle Produkte, die Lebensmittel aus den Mercosur-Ländern enthalten, einer ...
Hannes Loos

Voriger Tag
11.1.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt