Do, 21. Juni 2018

Anwohner in Sorge

17.10.2007 20:06

Wirbel um neue islamische Gebetshalle

„Was will man uns denn noch alles zumuten? Da können wir bald nur noch wegziehen.“ Viele Bewohner des Neustadtviertels sind sauer. Nicht nur wegen der Wärmestube, sondern, weil das Haus Humboldtstraße 27 um zwei Geschoße aufgestockt und darin eine islamische Gebetshalle entstehen soll.

„Gleich um die Ecke ist doch schon ein Gebetsraum - braucht man da noch einen?“, fragen manche Anrainer, während sich andere Nachbarn über eventuelle Lärmbelästigungen sorgen. Allerdings  die Chancen, die Aufstockung und die Errichtung der 94,65 Quadratmeter großen Gebetshalle des türkischen Kulturvereins zu verhindern, stehen schlecht. Denn der Gestaltungsbeirat hat das Projekt positiv beurteilt. Auch Planungsstadtrat Klaus Luger meint: „Das Projekt sollte genehmigt werden. Außerdem hat der Verein sein Vereinslokal bislang um die Ecke, das wird nun verlegt.“ Er ergänzt: „Meiner Meinung nach wird ein Schandfleck beseitigt.“

Aufregung gibt´s auch um das geplante islamische Kulturzentrum nahe der Voest. So prüft die Baurechtsabteilung des Landes, ob das Grundstück in einer Seveso-II-Zone, einer Schutzzone um gefährliche Betriebe, liegt. Was Luger kalt lässt: „Wir haben alles geprüft - wasserdicht.“

Übrigens: Laut Homepage der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich gibts in Linz bislang zwei Moscheen und Gebetsräume. Inoffiziellen Angaben zufolge schwankt die Zahl der Gebetsräume zwischen sieben und 18…

 

 

Foto: Al Andalus

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