Perfect 10!

Deadly Medley rockten den Virgin Megastore

Musik
05.07.2003 15:36
Frei nach dem Motto "Schauen wir, was die Hütte aushält", rockten die Old-new-metal-ragga-noize-angstrock-emotionalcore (Eigendefinition) Burschen von Deadly Medley am 4. Juli den Virgin Megastore auf der Wiener Mariahilferstraße. Der Anlass: die Präsentation ihres Debüt-Longplayers "(Perfect) 10"!
(Bild: kmm)
Und der hat bereits landauf landab fürAufsehen gesorgt - Höchstbewertungen nicht nur bei Krone.atsondern auch in internationalen Fachzeitschriften. Kein Wunder,wenn man sich die 10 Songs am Debüt-Album von "Deadly Medley"anhört. Fast unglaublich, dass so ein starkes Stückvon einer österreichischen Band stammt...
 
Das Konzert
Die gute Nachricht vorweg: der Virgin Megastore hatdie knapp 40-minütige Tortur ohne (gröbere) Schädenüberstanden. Vereinzelt wurden zwar Besucher gesehen, diesich Kopf-schüttelnd die Ohren zuhielten, aber die Stimmungwar großartig. Im Laufe des Auftritts schwoll die Besuchermengeauf 150 Leute an und spätestens als Deadly Medley "Wind yourbody" anstimmten (hidden bonus-track auf der CD) war das Eis gebrochen- schließlich ist es für Österreich nicht alltäglich,dass in einem Record-Store auch ein Live-Konzert gegeben wird.Noch dazu zur fast schon unmenschlichen Zeit von 17 Uhr. Machteam Ende aber alles nichts: Der Megastore vibrierte, die Besucherwaren begeistert und Musik-Österreich wieder einen Schrittnäher an der Normalität - wäre schön, wenndieses Beispiel Schule machen würde.
 
Das Album "(Perfect) 10"
Die CD startet mit dem Song "Waiting for the punchline", dem vielleicht ungewöhnlichsten Lied des ganzen Albums- eingängige Gitarrenriffs, rollende Beats und dazu ein zunächstsehr ruhiger Gesangspart führen direkt in eine Sound-Diritissima,die von Samples angeführt wird. Zur Mitte des Songs wirddas Tempo gewechselt, das Shouting tritt in den Vordergrund undbei der Wiederholung des Refrains kommt die Verzweiflung des Songsso richtig schön zum Ausdruck.
 
Track Nummer 2 ist dann eines der absoluten Highlightsvon "(Perfect) 10": "Twist my words" startetmit indischen Riffs und Ethno-Drums, nur um dann ab dem erstenErheben der Stimme in einen zittrigen Gruselsong mit Gitarren-Ghost-Geheulumzuschlagen. Ein echter Ohrwurm, wenn es sowas jemals gegebenhat.
 
Track Nummer 5, "Coward", startetmit einem relativ langen instrumentalen Intro, dass von heftigenGitarrenriffs bis zur Double-Bass-Drum so ziemlich alles beinhaltet,was sich das Partyvolk so wünscht (auch einen nicht unintelligentenSample - "You gotta have two things in life - you gotta have brainsand balls. Too many people have too much of one thing..."). Danachist die Nummer das was man landläufig als "Nu Metal" bezeichnenwürde - Wut und Ruhe wechseln sich ab, der Refrain bleibtschon beim ersten Mal hängen und fordert nach Wiederholung.
 
Zum Abschluss der CD zeigen Deadly Medley mit "Mosaic", dass sie es auch mellow angehen können. Die Akkustik-Nummerklingt ganz schwer nach Kerzenlicht und Sektgelage. Schade, dasssie mit zwei Minuten relativ kurz ausgefallen ist. Dafürenthält Track 10 auch den Hidden Bonus-Track des Albums -eine Live-Version von "Wind your Body", einer Reggae-Raga-MetalNummer, die bei den Live-Konzerten der Band im Normalfall immerals Anhängsel von "Twist my words" gespielt und von den Fansheiß geliebt wird.
 
Absolute Kaufempfehlung - Deadly Medley zeigen,dass man auch in einer Zeit der einfallslosesten "Korn"- und "LimpBizkit"-Epigonen noch hochklassigen Nu Metal (in Ermangelung einesbesseren Begriffs) produzieren kann. Selbst im kleinen Österreich.Den letzten Schliff erhielt das grandiose Debütalbum allerdingsin den USA. Niemand geringerer als George Marino vom legendären"Sterling Sound Studio" (Madonna, Bon Jovi, Type O Negative, etc...)zeichnet für das Mastering von "(Perfect) 10" verantwortlich...
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