19.09.2007 14:16 |

Wie Science Fiction

"Seuchen"-Meteorit hatte immense Einschlagskraft

Seit dem Einschlag eines Meteoriten am vergangenen Samstag in Peru wird ein Dorf in der Nähe der Stadt Puno nahe der bolivianischen Grenze von einer mysteriösen Krankheit heimgesucht. Viele Dorfbewohner klagen (das Foto oben zeigt den Krater) über Kopfschmerzen und Erbrechen. Laut Michael Khan vom Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation hätte der Meteorit, wäre er ins Stadtzentrum einer Metropole gekracht, zwei Hochhäuser platt gemacht.

Die rätselhaften Gesundheitsprobleme einiger Menschen nach dem Meteoriteneinschlag in Peru können nach Meinung von Khan nicht auf Gase aus dem Himmelskörper selbst zurück geführt werden. "Die Gegend sieht sehr moorig aus und ich halte es nicht für unplausibel, dass das Objekt dort eingetreten ist und dabei Faul- oder Moorgase ausgetreten sind." Im Südosten Perus klagten Bewohner der Hochebene an der Grenze zu Bolivien nach dem Meteoriteneinschlag am Samstag über Schwindelgefühle, Kopfschmerzen und Brechreiz.

Nach Khans Worten ist es am Wahrscheinlichsten, dass dafür Staub oder Gase aus dem moorigen Gebiet verantwortlich sind, die durch die Wucht des Einschlags aufgewirbelt wurden.

Meteorit kam zu Mittag
Es war am Samstag gegen Mittag, als die Dorfbewohner plötzlich durch einen Knall und einen darauf folgenden Feuerball erschreckt wurden. Viele glaubten zuerst an einen Flugzeugabsturz. Kurz darauf nahmen die Leute einen eigenartigen Gestank wahr. Die Menschen in dem Dorf sagen jetzt, dass sie durch den Geruch krank geworden sind.

Sieben Polizisten, die am Tag des Einschlags am Krater Nachschau hielten, wurden ebenfalls krank und mussten mit Sauerstoff beatmet werden, bevor sie ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

Den Berichten zufolge ist der Krater 30 Meter breit und hat eine Tiefe von sechs Metern. Das Wasser im Krater soll kochend heiß heraufgesprudelt sein, im Umkreis des Kraters wurden Gesteins-Brocken und Asche gefunden.

Das Geophysikalische Institut in Peru leitete eine Untersuchung ein und will am Donnerstag die Ergebnisse vorstellen. Ein Forscher des Instituts, Hernando Tavera, sagte, Berichte von ähnlichen Fällen habe es im Süden des Landes bereits 2002 und 2004 gegeben. Doch niemals habe sich ein Meteoriteneinschlag bestätigt.

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