Schlechte Vorbilder

Jugendliche schauen sich das Schuldenmachen ab

Knapp über 17, Lehrling, männlich: Das ist der typische jugendliche Schuldner. Mehrere Tausend gibt es derzeit in Oberösterreich, bereits knapp 20 Prozent aller Menschen mit massiven Geldproblemen sind unter 25 Jahre. Vorbild waren meist die eigenen Eltern.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ - dieses alte Sprichwort trifft beim Thema Schulden den Nagel auf den Kopf: „Wenn den Kindern nicht beigebracht wird, wie man mit Geld umgeht, lernen sie es nie“, stellt Landesrat Josef Ackerl klar. Manche Eltern vernachlässigen diese Pflicht zu sehr, sind mit dem eigenen verschwenderischen Konsumverhalten ein schlechtes Vorbild: „Aber auch die Schulen sind in die Pflicht zu nehmen, denn der Umgang mit Geld steht auf dem Lehrplan“, so Thomas Berghuber von der Schuldnerberatung Oberösterreich (siehe Interview).

Laut einer von der Fachhochschule Oberösterreich durchgeführten Studie haben zwei Drittel aller 10- bis 18-Jährigen zum Thema Geld und Konsum noch nie etwas in der Schule gehört. Dieses Unwissen führt dazu, dass fast 20 Prozent der Schuldner noch jugendlich sind.

 

 

 

Symbolfoto: Rubra

Samstag, 12. Juni 2021
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