15.01.2007 17:29 |

Ekel-"Kunst"

Fleischbällchen in Menschenfett gebraten

Eine Ekel erregende Auffassung von Kunst hat der in Chile geborene dänische Künstler Marco Evaristti. Er hat jetzt 48 Fleischbällchen in seinem eigenen Körperfett herausgebraten und bietet diese „Spezialität“ auch zum Kauf an. Das Fett stammt aus einer Fettabsaugung, die er vergangenes Jahr hat vornehmen lassen. „Gourmets“ können die eigens konservierten Fleischbällchen für 4.000 Dollar (rund 3.000 Euro) im Zehnerpack erwerben. Freunden hat Evaristti die Ekelspeise sogar bei einem Dinner in der Animal Gallery in Santiago (Chile) serviert – mit Nudeln als Beilage.

„Guten Appetit, und Gott möge Sie beschützen“, sagte Evaristti bei dem Essen. Fragt sich nur, vor wem Gott die Gäste beschützen sollte.... Ob den "Kunstfreunden" die Fleischbällchen mundeten, ist nicht bekannt, wohl aber, was der Meister zu seinem Menü zu sagen hatte: „Die Frage, ob man menschliches Fleisch zu sich nimmt oder nicht, ist wichtiger als die Antwort.“ Man sei kein Kannibale, wenn man Kunst esse, so Evaristti weiter.

Aufregung um Evaristti-Kunst in Dornbirn
Es ist nicht das erste Mal, dass der umstrittene Künstler ins Kreuzfeuer der Kritik gerät. Im Mai 2006 etwa hatte Evaristti im Rahmen der Ausstellung "Zerstörte Welten und die Utopie der Rekonstruktion" im "Kunstraum Dornbirn" für Empörung nicht nur bei Tierschützern gesorgt. Dort hatte er als Installation zehn Standmixer aufgestellt und ließ darin jeweils einen Goldfisch schwimmen. Das Leben der Tiere überließ Evaristt dem Wohlwollen der Austellungsbesucher. Diese konnten selbst entscheiden, ob sie die Geräte einschalten oder nicht. Bereits am ersten Tag war Goldfisch "Stella" tot, worauf der "Kunstraum Dornbirn" angezeigt wurde.

Nachdem Goldfisch "Stella" bereits am Eröffnungsabend sein Leben hatte lassen müssen, zerschmetterten in der darauf folgenden Nacht unbekannte Täter die Mixer am Boden. In derselben Nacht wurden außerdem die Goldfische "entführt", nach einigen Tagen aber vom "Goldfischkommando" wieder zurückgegeben. Die zerstörte Installation wurde nicht wieder aufgebaut.

Im Dezember sorgte Evaristti für Empörung, als er bekannt gab, dass er die Spitze des Montblanc-Massivs in den französischen Alpen mit Lebensmittelfarbe rot färben wolle um gegen die Verschmutzung der Alpen durch Touristen zu protestieren.

Symbolbild (Foto: Peter Tomschi)

Montag, 17. Mai 2021
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