ÖAMTC warnt:

Glatteis ist doppelt gefährlich

Es geht nicht nur um die eigene Sicherheit, sondern auch ums Geldbörsel: Wer trotz winterlicher Fahrverhältnisse zu schnell unterwegs ist oder ohne Winterreifen einen Unfall baut, kann im schlimmsten Fall bei der Kaskoversicherung durch die Finger schauen. Denn die Versicherer schauen genau hin, was passiert ist.

Es schneit, es regnet, dann schneit’s wieder und zwischendurch bildet sich Eis. Der Winter ist nach Oberösterreich zurückgekehrt und je nach Region muss man teilweise sauber aufpassen, wenn man ohne Schrammen und Dellen an der Karosserie unterwegs sein will.

Kaskoversicherte haben´s nur theoretisch gut
Kaskoversicherte haben’s nur theoretisch gut - darauf weist der ÖAMTC nun hin. Verkehrsjurist Martin Hoffer erklärt: "Problematisch oder teuer wird es, wenn sich ein Fahrzeuglenker nicht den winterlichen Fahrbedingungen angepasst hat."

Wer nicht aufpasst, muss selber blechen
Wer bei Glatteis zu schnell unterwegs ist, oder mit Sommerreifen durch den Neuschnee pflügt, kann einerseits auf den eigenen Forderungen gegen einen Unfallgegner sitzen bleiben und überdies von der eigenen Versicherung einen Schlechtpunkt kassieren. Bei der Haftpflicht erfolgt normalerweise eine Malus-Rückstufung um drei Stufen. Bei der Vollkasko kann es passieren, dass der Versicherte ganz durch die Finger schaut, sollte ihm eine grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden.

Versicherungen lassen es oft auf Klagen ankommen
Hoffer: "Leider lassen es Versicherungen bei Kaskoschäden gerne auf Klagen ankommen, deshalb empfiehlt sich generell eine Rechtsschutzversicherung."
Jedenfalls hilft vorausschauendes Fahren, erklärt ÖAMTC-Fahrtechnik-Profi Franz Bruckmair - siehe Interview.

"Krone": Das Winterwetter kommt wieder auf Touren und bringt Schnee, Regen und teilweise auch Glatteis.
Franz Bruckmair: Mit Glatteis muss man nicht nur bei klirrendem Frost rechnen, am Abend friert Schmelzwasser schnell wieder ein und es wird spiegelglatt.

"Krone": Was sollen die Autofahrer beachten?
Bruckmair: Vorausschauend fahren, um gar nicht erst in Gefahrensituationen zu kommen, ausreichend Tempo reduzieren - also angepasst fahren. Und dank ABS und ESP kann man auch stark bremsen.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 03. März 2021
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