Di, 17. Juli 2018

Vermehrt Anzeigen

05.01.2018 09:15

Dubiose Schlüsseldienste: Miese Abzocke ohne Beleg

Bis zu 1600 Euro! Wer seinen Schlüssel verliert oder sich aus der Wohnung aussperrt, dem kann das teuer zu stehen kommen. Seit Tagen warnen Polizei und AK vor unseriösen Notdiensten. Am Neujahrstag tappte eine Innsbruckerin in die Falle, die Rentnerin wurde bedrängt und abgezockt.

Günstig, keine versteckten Kosten, kurze Wartezeiten, keine Schäden, zuverlässig - sucht man im Internet nach Schlüsseldiensten, wird einem gleich einmal sprichwörtlich das Blaue vom Himmel versprochen. Aber Achtung! "Die ersten Treffer sind meist bezahlte Anzeigen, die unter einer Gratishotline einen Aufsperrdienst anpreisen - angeblich in nächster Nähe. Einige dieser Unternehmen agieren jedoch über ausländische Firmensitze und verfügen teils nicht einmal über notwendige Berechtigungen", warnen Experten von der AK Tirol. Wer auf solch unseriöse Notdienste hereinfällt, muss mit bösen Folgen rechnen - etwa mit Wucherpreisen von bis zu 1600 Euro oder aggressiven Mitarbeitern, die vehement auf Barzahlung bestehen.

Pensionistin bedrängt

Diese Erfahrung musste am Neujahrstag leider auch eine Innsbrucker Pensionistin machen. "Die ältere Dame hatte ihren Wohnungsschlüssel verloren. Bekannte suchten ihr dann via Internet die Nummer eines Notdienstes", schildert ein Kripo-Ermittler und ergänzt: "Letztlich kamen drei Mitarbeiter, vermutlich Ausländer, die die Tür mit Gewalt öffneten. Dabei kam sogar eine Flex zum Einsatz."

Unterm Strich wurde das Schloss komplett demoliert. Und die Frau ist nun um satte 600 Euro leichter. "Sie wurde regelrecht zur Barzahlung gedrängt. Rechnung hat sie keine bekommen", erklärt der Beamte.

Ratschläge der Polizei

Die Anzeigen häufen sich. Wer einen Schlüsseldienst braucht, der sollte einige simple Tipps beachten:

  • Unter www.schluesseldienste-tirol.at sind seriöse Tiroler Anbieter zu finden.
  • Bereits am Telefon über Kosten und die genaue Anfahrtszeit aufklären lassen.
  • Bei überhöhten Preisen: Barzahlung verweigern und auf Rechnung bestehen.
  • Im Zweifelsfall die Polizei hinzuziehen.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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