Freunde werden sie in diesem Leben wohl nicht mehr: Landesjägermeister Mayr-Melnhof und Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken. Am Montag gerieten die beiden im Rahmen einer angemeldeten Gatterjagd aneinander, die Polizei musste schlichten. Eine Seite tobt, die andere beschwichtigt.
Seit Jahren decken sich Maximilian Mayr-Melnhof und Balluch mit Anzeigen ein. Zuletzt ging es um Hass-Postings im Internet, Balluch wurde - nicht rechtskräftig - zu 38.000 € Entschädigung verurteilt.
Am Montag die nächste Runde: Erneut war eine Gatterjagd in der Antheringer Au angesetzt. "Alles korrekt angemeldet", wie Mayr-Melnhof der "Krone" versichert. "Es war eine von zwei Jagden pro Jahr." Wieder fanden sich Demonstranten dort ein. "Vermummt, nur die Augen waren zu sehen", warnten Mayr-Melnhof und seine Aufpasser vor dem Sperrgebiet. "Die meisten haben sich angemessen verhalten, einige nicht", alarmierte Mayr-Melnhof die Polizei. "Ein Demonstrant wurde zur Feststellung der Identität auf die Inspektion mitgenommen. Damit war für uns die Sache erledigt."
Das sieht Obmann Balluch naturgemäß anders: In einer Aussendung spricht er von einem "schwer angeschossenem und blutenden Wildschwein, das in Panik vor der Hundemeute und den geifernden Schützen flüchtet". Und davon, dass Tierschützern die Kameras geraubt wurden und zwei von ihnen nach Attacken sogar verletzt ins Spital gebracht werden mussten. "Es waren unfassbare Szenen. Um die Aufnahmen der Tierquälereien um jeden Preis zu verhindern, ist Mayr-Melnhof sogar bereit, zu Gewalt zu greifen", polterte Balluch. Vorwürfe, die wohl wieder die Behörden und natürlich die Gerichte auf den Plan rufen.
Kronen Zeitung
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