Falsches Revier

Kärntner Polizist als Wilderer unter Verdacht

Das Weidmannsheil eines Oberkärntner Jägers sorgt bei der Polizei für große Aufregung. Denn der Schütze ist Polizist und wurde von einem Kollegen mit einer erlegten Hirschkuh im Kofferraum gestoppt. Das Problem dabei: Der Jäger soll das Tier im falschen Revier erlegt - und somit gewildert - haben. Die Polizeidirektion bestätigt laufende Ermittlungen.

Hätte er gewusst, welchen Wirbel der Abschuss mit sich bringen würde, hätte der Weidmann das Tier wohl nicht ins Visier genommen. Das konnte der Jäger aber nicht ahnen, als er die Hirschkuh erlegt und im Kofferraum seines Wagens verstaut hat. Beim Abtransport geriet der Polizist dann ausgerechnet in eine Polizeikontrolle.

"Er hätte dort nicht schießen dürfen"
Ein Kollege, der gleichzeitig Jagdleiter in diesem Bereich ist, stoppte den Wagen. "Das Fahrzeug kam aus der falschen Richtung. Aus einem Revier, in dem der Polizist nicht hätte schießen dürfen", lautet der Vorwurf.

Sogar DNA-Spuren gesichert
Der Fall sorgt jetzt nicht nur unter den zwei Kollegen für Wirbel, sondern auch in der Polizeidirektion. Wie es heißt, wurden sogar Tatortermittler angefordert und im Wald DNA-Spuren gesichert. "Der Fall wird von uns bearbeitet, es gibt derzeit laufende Ermittlungen", bestätigt Rainer Dionisio, Sprecher des Landespolizeikommandos Kärnten.

Dabei gehe es um den Verdacht des Eingriffes in fremdes Jagd-/Fischereirecht - also um Wilderei.

Thomas Leitner, Kronen Zeitung

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