Do, 16. August 2018

Verdächtige erwischt

20.09.2017 14:27

Zwei weitere Festnahmen nach Anschlag in London

Bei der Suche nach den Drahtziehern des Londoner U-Bahn-Anschlags hat die britische Polizei inzwischen fünf Verdächtige festgenommen. Drei Männer wurden nun laut Scotland Yard in der walisischen Hafenstadt Newport festgesetzt: Ein 25-Jähriger am Dienstagabend sowie ein 30- und ein 48-Jähriger am Mittwoch in der Früh. Zwei Männer waren schon einen Tag nach dem Anschlag in London und Dover festgenommen worden.

Nachbarn beschrieben den am Dienstagabend festgenommenen 25-jährigen Verdächtigen als netten, gläubigen Muslim, der seit vielen Jahren in Newport lebt. Weitere Wohnungen sollen Scotland Yard zufolge durchsucht werden.

Bei dem Anschlag am vergangenen Freitag war eine selbst gebaute Bombe in einer voll besetzten Londoner U-Bahn nahe der oberirdischen Haltestelle Parsons Green explodiert. Durch den Feuerball und im anschließenden Gedränge erlitten 30 Menschen Verletzungen. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte den Anschlag für sich.

Es handelte sich um den fünften Anschlag in Großbritannien seit März. Insgesamt wurden bei dieser Serie 35 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Schon am Wochenende zwei Festnahmen
Ein 21-Jähriger war am Samstag in London festgenommen worden. Er soll aus Syrien stammen. Am selben Tag hatten Sicherheitskräfte einen 18-Jährigen im Abreisebereich des Hafens von Dover festgesetzt - er soll ein irakischer Flüchtling sein.

Video: Einer der London-Bomber kurz vor dem Anschlag

Beide Männer sollen zeitweise als Pflegekinder bei einem älteren Ehepaar in Sunbury-on-Thames südwestlich von London gewohnt haben. Königin Elizabeth II. hatte dem Paar für seinen jahrzehntelangen Einsatz für Kinder, darunter auch Flüchtlinge, einen Orden verliehen.

Bereich im Londoner Finanzdistrikt vorübergehend abgeriegelt
Die Londoner Polizei riegelte unterdessen am Mittwoch einen Bereich der Moorgate und der Liverpool Street im Finanzdistrikt der britischen Hauptstadt vorübergehend ab. Es hatte Berichte über ein verdächtiges Paket gegeben. Das Objekt stellte sich jedoch als harmlos heraus, die Sperre wurde wieder aufgehoben.

 krone.at
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