Mi, 19. September 2018

Schwere Vorwürfe

19.09.2017 09:52

Brief an Bischof sorgt für Aufruhr in Pfarre

Nicht zur Ruhe kommt die Kirchengemeinschaft Großwarasdorf. Erst im Sommer hatte, wie berichtet, ein "Anschlag" auf den Pfarrer für Schlagzeilen gesorgt. In die Klimaanlage seines Autos war ein Mittel gegen Wildverbiss gespritzt worden. Jetzt ging ein junger Pater aus dem Ort mit Vorwürfen gegen den Priester an die Öffentlichkeit.

Dabei handelt es sich um einen Brief, der an den Bischof gerichtet ist. In dem Schreiben, dass in Briefkästen in Großwarasdorf gelandet ist, wehrt sich der verzweifelte Kaplan gegen eine Reihe von Vorwürfen. Unter anderem heißt es, er stehe unter Polizeibeobachtung, weil sein Auto angeblich geschmuggelt worden sei. Diese schmutzige Kampagne gegen ihn hat den Pater tief getroffen: "Ich war psychisch und physisch an Ende." Die Anschuldigungen sind offenbar bis in den Bischofshof vorgedrungen. "Ich denke, dass dahinter die kranke Eifersucht des Pfarrers steckt", so der Kaplan in der deutschen Übersetzung des Original-schriftstückes in Kroatisch.

Die Querelen innerhalb der Kirchengemeinschaft in Großwarasdorf dauern bereits mehr als drei Jahre an. Begonnen hatte der Zwist mit der Abberufung des früheren beliebten Pfarrers Ivan Jelic durch den Diözesanbischof. Seither gab es gegen den jetzigen Pfarrer Proteste. Auch in dem aktuellen Schreiben des Kaplan kommt der umstrittene Geistliche nicht gut weg. Angedeutet werden finanzielle und moralische Fehltritte, die sich für einen Pfarrer nicht ziemen.

Karl Grammer / Ch. Schulter

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