Sa, 22. September 2018

Ohlsdorfer Fall:

19.09.2017 07:00

Nächste Runde im Prozess um "Gift-Wasser"

Ohlsdorf sitzt auf einem Millionen-Schaden! Im Jänner 2018 jährt es sich zum vierten Mal, dass in der 5000-Seelen-Gemeinde am Rande des Salzkammerguts das Trinkwasser plötzlich modrig schmeckte - und Pestizide entdeckt wurden. Am 27. September geht der Prozess ums "Gift-Wasser" in die zweite Runde.

Wer hat was auf die Baurestmassendeponie in Ohlsdorf transportiert und davon gewusst? Wie wurde kontrolliert? Und warum blieb ein mögliches Fehlverhalten so lange geheim? Diese und noch mehr Fragen versucht Richter Johannes Huber am Landesgericht Wels über die Grundwasserverunreinigung, zu beantworten. Nach dem ersten Prozess Ende Juli, bei dem Mitarbeiter der zwei angeklagten Firmen - Deponiebetreiber und ein Abfallentsorger - verhört wurden, geht es weiter.

Lkw-Fahrer sitzen vorm Richter
Die Fortsetzung ist am 27. September für 9 bis 18 Uhr anberaumt. "Dabei werden Lkw-Fahrer über ihre Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Deponie vernommen", weiß Landesgerichts-Sprecherin Gerlinde Hellebrand. Einen weiteren Prozesstermin hat der Richter für 17. Oktober angesetzt. Ob das der letzte sein wird, ist offen. Die Gemeinde sitzt jedenfalls auf einem Schaden von über einer Million Euro, musste teures "Ersatzwasser" zukaufen.

Ortschefin nur unter den Zuhörern
Bürgermeisterin Christine Eisner hofft auf Schadensersatz, sitzt nächste Woche wieder unter den Zuhörern, denn geladen ist sie nicht: "Ich hoffe, dass wir unsere Ausgaben ersetzt bekommen."

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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