Warnung an Norden

Südkorea testet jetzt bunkerbrechende Bomben

Ausland
16.09.2017 07:16

Mit in Bayern hergestellten Marschflugkörpern vom Typ "Taurus" will Südkorea seinen Nachbarn Nordkorea das Fürchten lehren: Die bis zu 1000 Stundenkilometer schnellen Lenkwaffen könnten bei Bedarf Nordkoreas Bunkeranlagen oder Raketenbasen im Tiefflug mit großer Präzision angreifen und zerstören, wie kürzlich ein Test (siehe Video) zeigte.

Wie die Aufnahmen belegen, flog die von einem F-15-Kampfjet abgefeuerte "Taurus"-Rakete im Tiefflug über das Meer (Bild unten) und traf ihr Übungsziel an der Westküste von Nordkorea präzise.

Die "Taurus"-Rakete auf ihrem Weg über das Meer ... (Bild: twitter.com)
Die "Taurus"-Rakete auf ihrem Weg über das Meer ...
... zu ihrem Übungsziel an der Westküste Südkoreas. (Bild: twitter.com)
... zu ihrem Übungsziel an der Westküste Südkoreas.

Rakete durchschlägt stärkste Bunkermauern
Die deutschen "Taurus"-Cruise-Missiles, die eine maximale Reichweite von rund 500 Kilometern haben und mit ihrem Spezialgefechtskopf "Mephisto" selbst stärkste Bunkermauern durchschlagen können, sind laut Beobachtern Teil einer so genannten Tötungskette, die Seoul zurzeit gegen Nordkoreas Diktator Kim Jong Un und dessen Atomraketen errichtet.

Der jüngste Test war wohl so etwas wie eine Antwort auf die zahlreiche Raketen- und Atombombentest des Regimes in Pjöngjang in den vergangenen Wochen und Monaten.

In Südkorea berichteten TV-Sender über den nordkoreanischen Raketenstart. (Bild: AP)
In Südkorea berichteten TV-Sender über den nordkoreanischen Raketenstart.

Südkorea spricht von "rücksichtsloser Provokation"
Erst am Freitag hat Nordkorea zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Rakete getestet, die über Japan hinweggeflogen und rund 2200 Kilometer östlich der Insel Hokkaido ins Meer gestürzt ist. Machthaber Kim Jong Un hatte im August weitere Raketentests angekündigt. Südkorea wirft dem verfeindeten Nachbarn eine "rücksichtslose Provokation" vor und reagierte seinerseits mit einer Militärübung, bei der Raketen ins Japanische Meer geschossen wurden.

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