11.12.2006 22:08 |

Endlich mehr Arbeit

50.000 neue Jobs im nächsten Jahr

Österreichs Wirtschaft läuft heuer so gut wie schon lange nicht. Nationalbank-Governeur Klaus Liebscher rechnet mit 3,3 Prozent Wachstum. Auch für 2007 herrscht Optimismus: "Wir trauen uns zu, im nächsten Jahr 50.000 Arbeitsplätze zusätzlich zu schaffen", so Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl.

Aufgrund der neuesten Daten über Exporte, Auftragslage und Investitionen hat die OeNB ihre Prognose deutlich nach oben revidiert. So wird für 2007 ein Konjunktur-Plus von 2,8 Prozent erwartet, für 2008 sind es noch immer 2,4 Prozent. "So gute Wirtschaftsdaten gab es in den letzten 25 Jahren nur zwei Mal", heißt es. Das untermauert auch eine Umfrage unter Betrieben, sodass laut Wirtschaftskammer 2007 sogar wieder 3 Prozent Wachstum erreichbar sind.

Die Folge davon ist eine echte Trendwende am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenrate wird von heuer 5,2 Prozent auf 4,7 Prozent im Jahr 2008 zurückgehen, obwohl das Angebot an Arbeitskräften zunimmt: Zum einen durch die starke Zuwanderung, zum anderen durch die Auswirkungen der Pensionsreform. Doch es sollen so viele Jobs entstehen, dass trotzdem 2008 nur mehr 239.000 keine Arbeit finden werden.

Rekord-Wirtschaftsleistung
Getragen wird die Fortsetzung des Aufschwungs nicht nur von den Exporten, sondern auch von den Konsumenten: Höhere Lohnabschlüsse, niedrige Inflation - in den nächsten beiden Jahren sollten wir daher wieder mehr Geld zur Verfügung haben, was sich positiv auf das Kaufverhalten auswirkt.

Liebscher: "Erfreulich ist auch, dass die Wirtschaft bei uns stärker wächst als bei unseren wichtigsten Handelspartnern." Mit einer Wirtschaftsleistung von 34.000 US-Dollar pro Kopf sind wir nun erstmals "reicher" als Deutsche oder Schweizer.

VON MANFRED SCHUMI UND CHRISTIAN EBEERT

Donnerstag, 24. Juni 2021
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