Mi, 19. September 2018

Sommergespräch

21.08.2017 16:38

„Wien reizt mich nicht“

SBG-Chef Hans Mayr erklärt, warum er nicht zwangsläufig die erste Geige spielen muss.

Wo sind Sie denn gerade schon wieder unterwegs, Herr Mayr?
Ich bin im Moment im Norden von Kroatien, Urlaub mit meiner Frau. Deswegen kann ich leider nur am Telefon mit Ihnen sprechen.

Darf auch mal sein. Als Stabführer machen Sie jedenfalls eine gute Figur.
(Lacht) Auf dem Foto? Ja, das zeigt mich mit der Trachtenmusikkapelle von Goldegg, bei der ich seit mittlerweile 44 Jahren Mitglied bin. Außerdem spiele ich das Bariton. Das Tenorhorn ist die erste Stimme und das Bariton die zweite.

Beherrschen Sie denn viele Instrumente?
Ich habe früher noch Trompete und Flügelhorn gespielt. Angefangen habe ich damit als 10-jähriger Bub.

Auf Wunsch der Eltern?
Das war mein eigener Wunsch damals.

Will man in dem Alter nicht lieber Gitarre oder Schlagzeug lernen?
Nein, ich wollte eigentlich immer zur Blasmusik und da lag Trompete nahe.

Was ist denn ihr liebstes Blasmusikstück?
"Ferien bei Onkel Rafael", das ist ein Solostück fürs Flügelhorn. Und mein Zweitliebstes ist Sinatras "My way". Von den klassischen Stücken bevorzuge ich das Trompetenkonzert von Haydn.

Können Sie das auswendig spielen?
Nein, leider nicht, aber mein Sohn kann es. Er ist nämlich Profi-Musiker und hat in Wien studiert. Jetzt spielt er beim Norddeutschenrundfunk-Orchester in Hannover.

Sind die Mayrs denn generell eine musikalische Familie?
Total. Die große Tochter hat Querflöte gelernt und singt derzeit in einem tollen Gesangstrio mit und die kleine Tochter spielt Gitarre und Saxophon.

Können Sie auch singen?
Nicht besonders. Ich singe nur, wenn ich alleine bin.

Sie kennen die politische Landschaft mittlerweile aus allen möglichen Blickwinkeln. Wo kann man mehr bewegen - in der Kommunalpolitik oder im Land?
Mehr erreichen kann man schon im Land. Das immer noch schönste politische Amt ist aber der Bürgermeister, weil man einfach direkt am Volk ist. Da hat mir mein Engagement im Ehrenamt und in der Volkskultur sehr geholfen. So ist man immer in engem Kontakt mit den Bürgern. Da sehen sie nicht den Landesrat, sondern den Vereinskameraden. Und daraus entstehen die ehrlichsten Gespräche darüber, was die Leute so bewegt.

Und was bewegt die Leute derzeit so aus Ihrer Sicht?
Das ganze Thema Migration. Wie geht es weiter? Wie viele kommen noch?

Ein paar Ihrer Ex-Team-Stronach Kollegen haben sich ja zusammengetan und wollen unter neuem Namen wieder in den Nationalrat. Wäre das auch was für Sie?
Nein, ich will unbedingt auf Landesebene bleiben. Wien reizt mich nicht.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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