So, 24. März 2019
28.07.2017 17:10

Einbruch

Wieder flog ein Bankomat in die Luft

Die Explosion Freitag kurz nach 2.30 Uhr früh war so heftig, dass der Bankomat in Eugendorf mehrere Meter weit in einen Kreisverkehr flog. Wie bei der Bankomat-Sprengung vor einer Woche bei der Oberbank in Salzburg-Liefering konnten die Täter auch diesmal die Geldkassette nicht erbeuten.

Dieses Mal hatten sich die Unbekannten den Raiffeisen-Bankomat in einer Geschäftszeile gegenüber des McDonalds-Schnellimbisses vorgenommen. Vermutlich, damit sie dann nach der Tat direkt über die nahe Autobahn-Auffahrt in Eugendorf flüchten konnten.

Durch die Wucht der Detonation wurde der Bankomat einige Meter aus der Wand geschleudert und landete mitten in einem Kreisverkehr. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalisten dürften die Täter auch dieses Mal ein Gasgemisch zur Sprengung verwendet haben. Den Tätern gelang es nicht, die Geldkassette des Gerätes zu erbeuten, sie mussten ohne Beute flüchten: Der Sachschaden ist groß! Glücklicherweise ist niemand verletzt worden - unvorstellbar, was passieren hätte können, hätte ein Auto zu diesem Zeitpunkt den Kreisverkehr passiert.

Auch diesmal keine Beute
Es ist bereits die zweite Sprengung in Eugendorf: Bereits am 8. Juli hatten Unbekannte in nur 600 Meter Entfernung vom jetzigen Tatort den Raiffeisen-Bankomaten beim Eugendorfer Tourismusbüro gesprengt. Auch dabei gelang es ihnen nicht, die Geldkassette aus dem Gerät zu bekommen.

Erst vor einer Woche war der Bankomat der Oberbank im Salzburger Stadtteil Liefering spektakulär in die Luft gejagt worden. Die Täter gingen damals bis auf einige wenige Zehn-Euro-Scheine leer aus, die Detonation zerstörte allerdings auch die wichtigste Überwachungskamera.

Vorgangsweise, Tatzeitpunkt und die Auswahl der Bankomaten zeigen ein klares Schema, so die Polizei. Die Wahl fiel bisher immer auf Geldinstitute, die nahe an der Autobahn lagen. Darum wird die Polizei auch gezielt ihre Streifen rund um mögliche Tatorte verstärken. Nur beim Coup in Villach Mitte Juli erbeutete die Bankomat-Bande 50.000 €. Ein weiterer Bankomat im Lambichl (Ktn.) wurde vor einer Woche aus der Verankerung gerissen, geknackt wurde das Gerät aber nicht.

Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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