Mi, 18. Juli 2018

U-Haft bestätigt

26.07.2017 15:54

Fall Jennifer: Indizien erhärten den Mordverdacht!

Ist es ein Spiel auf Zeit? Nach wie vor sind die genauen Todesumstände im Fall Jennifer V. (26) völlig unklar. Der unter Mordverdacht stehende Schwiegervater sitzt jedenfalls weiter in U-Haft - und das zumindest noch bis Ende September. Das Oberlandesgericht lehnte einen Antrag auf Entlassung erneut ab. Indes sickern immer mehr Indizien durch, die auf eine Bluttat schließen lassen könnten.

Seit Mitte Mai sitzt Nagori R. (42) nun schon durchgehend hinter Gittern. Zuvor ist er bereits zweimal festgenommen, dann aber immer wieder entlassen worden. Aus Mangel an Beweisen. Doch die Staatsanwaltschaft ließ nicht locker. Für sie steht außer Zweifel, dass R. etwas mit dem Tod der zweifachen Jungmutter aus Wörgl zu tun hat. Und das sieht wohl auch das Oberlandesgericht (OLG) so. Die zuständige Richterin lehnte nun einen Antrag auf Entlassung erneut ab. Die U-Haft verlängert sich somit automatisch um zwei Monate. Der nächste Haftprüfungs-Termin wurde für den 21. September anberaumt.

Kaugummi im Mund der Leiche gibt Rätsel auf

Auf welchen Grundlagen basiert nun der Entscheid? Die "Krone" hat die Details:

  • Im Mund von Jenny wurde ein Kaugummi entdeckt. Nun gelte es zu klären, wie das "mit einem Ertrinkungsgeschehen in Einklang zu bringen ist", heißt es in der Rechtsmittelentscheidung.
  • Weiter völlig unklar ist auch, ob Jenny überhaupt noch bei Bewusstsein war, als sie im Inn ertrunken ist.
  • Ein Suizid wäre laut derzeitigem Ermittlungsstand unerklärlich. Die 26-Jährige hatte konkrete Zukunftspläne, hatte für den 6. und 7. Februar (also wenige Tage nach ihrem Verschwinden) um Urlaub angesucht. Außerdem wollte sie den Führerschein machen und sich beruflich verändern.
  • Das Testergebnis von den Wasserproben aus dem Inn ist noch ausständig. Die darin enthaltenen Kieselalgen sollen mit jenen, die in den Organen des Opfers waren, genau abgeglichen werden.
  • Dann wären da noch die Abschieds-SMS, die R. bekanntlich in Jennys Namen an nahe Verwandte verschickt haben soll. "Dies räumt er zwischenzeitlich ein. Die Erklärungsversuche vermögen aber nicht zu überzeugen", heißt es dazu.

Hubert Rauth und Hubert Berger, Kronen Zeitung

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