Do, 19. Juli 2018

"Gemeinsam sicher"

10.07.2017 16:03

SP übt scharfe Kritik an Polizei-Projekt

Mit viel Getöse und Elan startete im Vorjahr die Initiative "Gemeinsam sicher". Bei der Polizei wurden regionale Koordinatoren ausgebildet, sie knüpften bereits Kontakte zu Gemeinden und Schulen. Doch mittlerweile sind nur noch drei von ihnen übrig (Graz, Graz-Umgebung, Leoben). Die SP fordert nun zumindest eine eigene Planstelle für jede der sieben steirischen Großregionen.

Andere mögen sagen, es sei eine Placeboaktion - bei uns im Bezirk Murtal hat es toll funktioniert", sagt Landtagsabgeordnete Gabriele Kolar aus Judenburg. "Gemeinsam sicher" soll ja den Kontakt zwischen Polizei und Bevölkerung stärken und so das Sicherheitsgefühl heben. Polizisten, die sich freiwillig gemeldet haben, wurden zu Bezirks-Koordinatoren ausgebildet. Jener im Murtal war laut Kolar hochengagiert, suchte etwa nach Vorfällen mit Asylwerbern in Knittelfelder und Judenburger Schulen Gespräche und Lösungen.

Landespolizeidirektion verteidigt neue Aufteilung
Nach der Testphase blieben aber nur mehr drei eigene Koordinatoren übrig, ansonsten übernehmen die Bezirkspolizeikommandanten diese Funktion. "Sie verfügen über ausgezeichnete persönliche Kontakte zu den für das Projekt wichtigen Partnern", heißt es bei der Landespolizeidirektion. Zudem gibt es Sicherheitsbeauftragte in den Polizeiinspektionen. "Sie sind der verlängerte Arm zum Sicherheitskoordinator (Bezirkspolizeikommandant) und unterstützen diesen in allen Belangen der Sicherheitspartnerschaft. Er ist die erste Anlaufstelle. Alle bislang vorbereiteten Aktionen werden nun von den Sicherheitsbeauftragten übernommen und weitergeführt."

Der südoststeirische Bundesrat Martin Weber, auch Bürgermeister von Tieschen, bleibt aber kritisch: "Die Gemeinden werden auf halber Strecke alleingelassen, es fehlt der Ansprechpartner."

SP-Klubobmann Hannes Schwarz hat eine klare Forderung: "Zumindest eine Planstelle pro Großregion für einen Sicherheitskoordinator oder eine Sicherheitskoordinatorin bei der Polizei!"

Jakob Traby, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.