Mo, 15. Oktober 2018

"Gemeinsam sicher"

10.07.2017 16:03

SP übt scharfe Kritik an Polizei-Projekt

Mit viel Getöse und Elan startete im Vorjahr die Initiative "Gemeinsam sicher". Bei der Polizei wurden regionale Koordinatoren ausgebildet, sie knüpften bereits Kontakte zu Gemeinden und Schulen. Doch mittlerweile sind nur noch drei von ihnen übrig (Graz, Graz-Umgebung, Leoben). Die SP fordert nun zumindest eine eigene Planstelle für jede der sieben steirischen Großregionen.

Andere mögen sagen, es sei eine Placeboaktion - bei uns im Bezirk Murtal hat es toll funktioniert", sagt Landtagsabgeordnete Gabriele Kolar aus Judenburg. "Gemeinsam sicher" soll ja den Kontakt zwischen Polizei und Bevölkerung stärken und so das Sicherheitsgefühl heben. Polizisten, die sich freiwillig gemeldet haben, wurden zu Bezirks-Koordinatoren ausgebildet. Jener im Murtal war laut Kolar hochengagiert, suchte etwa nach Vorfällen mit Asylwerbern in Knittelfelder und Judenburger Schulen Gespräche und Lösungen.

Landespolizeidirektion verteidigt neue Aufteilung
Nach der Testphase blieben aber nur mehr drei eigene Koordinatoren übrig, ansonsten übernehmen die Bezirkspolizeikommandanten diese Funktion. "Sie verfügen über ausgezeichnete persönliche Kontakte zu den für das Projekt wichtigen Partnern", heißt es bei der Landespolizeidirektion. Zudem gibt es Sicherheitsbeauftragte in den Polizeiinspektionen. "Sie sind der verlängerte Arm zum Sicherheitskoordinator (Bezirkspolizeikommandant) und unterstützen diesen in allen Belangen der Sicherheitspartnerschaft. Er ist die erste Anlaufstelle. Alle bislang vorbereiteten Aktionen werden nun von den Sicherheitsbeauftragten übernommen und weitergeführt."

Der südoststeirische Bundesrat Martin Weber, auch Bürgermeister von Tieschen, bleibt aber kritisch: "Die Gemeinden werden auf halber Strecke alleingelassen, es fehlt der Ansprechpartner."

SP-Klubobmann Hannes Schwarz hat eine klare Forderung: "Zumindest eine Planstelle pro Großregion für einen Sicherheitskoordinator oder eine Sicherheitskoordinatorin bei der Polizei!"

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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