26.04.2017 16:02 |

Pilotprojekt

Neue Anlaufstelle soll Spitalsambulanzen entlasten

Überfüllte Notfallambulanzen gehören schon zum Bild in Tirols Spitälern. Die Zahl der Patienten steigt rasant. Mit einer neuen Anlaufstelle wollen Land und Tiroler Gebietskrankenkasse den Stau auflösen. An der Klinik hat der Probebetrieb vielversprechend begonnen. Die Ausweitung auf alle Krankenhäuser ist das Ziel.

Mehr als 22.000 Hilfesuchende durchschreiten pro Jahr die Tür der Notfallambulanz der Inneren Medizin an der Klinik Innsbruck. Seit 2010 hat der Zulauf um unglaubliche 40 Prozent zugenommen. Von der einfachen Verkühlung bis zum gefährlichen Infekt ist alles an Krankheitsbildern dabei. "60 Prozent der Patienten sind keine dringenden Notfälle. Der Aufwand für die Abklärung ist aber enorm. Durch die neue Anlaufstelle werden unsere Ärzte und Pflegekräfte entlastet", zieht Klinik-Leiter Prof. Herbert Tilg nach den ersten drei Wochen des Probebetriebs eine positive Zwischenbilanz.

Das System funktioniert denkbar einfach: Die Patienten kommen in die Notaufnahme. Dort erfolgt eine Ersteinschätzung. Personen mit leichten Beschwerden werden zu der neuen Versorgungseinheit gelotst, wo sich ein Arzt und eine Pflegekraft um sie kümmert. Den Notfallteams bleibt so mehr Zeit für die komplexen Fälle.

"Wir müssen die Spitäler entlasten. Dieses System ist ein erster Schritt in diese Richtung", formuliert Gesundheits-LR Bernhard Tilg (ÖVP) das erklärte Ziel. TGKK-Obmann Werner Salzburger ist überzeugt, dass so die Gesundheitsversorgung effizienter wird und sich die Wartezeiten in den Ambulanzen verkürzen.

Die Pilotphase dauert zwei Jahre. Landesrat Tilg: "Dann wollen wir das Konzept auf alle Spitäler ausweiten." Die Kosten liegen bei 350.000 Euro im Jahr.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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